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Low Carb oder Low Fat? Warum Kohlenhydrate dich nicht dick machen – und was laut Studien für Unternehmer wirklich zählt

vor 1 Tag
12 Min. Lesezeit
Unternehmer vergleicht Low-Carb- und Low-Fat-Teller im Private Gym Adliswil

Du kennst die Situation: Ein Geschäftspartner schwört auf Keto und hat sichtbar abgenommen. Dein Arzt empfiehlt fettarm. Auf LinkedIn erklärt dir ein Biohacker, dass Insulin dein eigentliches Problem ist. Und du sitzt beim Business-Lunch in Zürich vor dem Risotto und fragst dich, ob du gerade deinen Körperfettabbau sabotierst.

Die Low-Carb-gegen-Low-Fat-Debatte läuft seit über 20 Jahren – und sie wird von beiden Seiten mit religiösem Eifer geführt. Das Problem: Die lautesten Stimmen sind selten die, die die Studien gelesen haben.

Die gute Nachricht: Die Wissenschaft hat diese Frage inzwischen ziemlich sauber beantwortet. Mit grossen, teuren, sorgfältig kontrollierten Studien – darunter Versuche, bei denen Menschen wochenlang in einer Stoffwechselstation eingeschlossen waren und jede Kalorie gewogen wurde.

In diesem Artikel erfährst du, was diese Studien wirklich zeigen, warum die Antwort für dich als Unternehmer oder Führungskraft befreiend ist – und welche Entscheidung du stattdessen treffen solltest.

Das Hauptproblem: Du optimierst die falsche Variable

Wenn du als Unternehmer abnehmen willst, tust du, was du im Geschäft auch tust: Du suchst den Hebel mit dem grössten Effekt. Und die Diät-Industrie verkauft dir seit Jahrzehnten die Makronährstoff-Verteilung als diesen Hebel.

Die Insulin-These klingt dabei bestechend logisch: Kohlenhydrate erhöhen den Blutzucker, der Körper schüttet Insulin aus, Insulin speichert Fett. Also: Kohlenhydrate weg, Fett schmilzt. Die Gegenseite argumentiert genauso einfach: Fett hat neun Kalorien pro Gramm, Kohlenhydrate nur vier. Also: Fett weg, Kalorien runter.

Beide Modelle sind elegant. Beide sind in der Praxis weitgehend irrelevant. Denn während du dich fragst, ob du das Brot oder die Butter weglassen sollst, übersiehst du die Faktoren, die deine Resultate zu 90 Prozent bestimmen: Wie viel du insgesamt isst, wie viel Protein du zu dir nimmst, ob du Krafttraining machst – und ob du das Ganze länger als sechs Wochen durchhältst.

Genau das ist der Punkt, an dem viele High Performer aus Zug, Baar oder Wollerau bei uns in Adliswil ankommen: Sie haben drei Diät-Systeme ausprobiert, jedes Mal kurzfristig abgenommen, und sind jedes Mal wieder beim Ausgangspunkt gelandet. Nicht weil das System falsch war. Sondern weil die Frage falsch war.

Die wissenschaftliche Erklärung: Was die grossen Studien zeigen

DIETFITS: Der teuerste Diät-Vergleich der Geschichte

2018 veröffentlichte Christopher Gardner von der Stanford University im Fachjournal JAMA die bis heute wichtigste Studie zu dieser Frage. 609 übergewichtige Erwachsene wurden per Zufall einer gesunden Low-Fat- oder einer gesunden Low-Carb-Ernährung zugeteilt – ein Jahr lang, mit intensiver Betreuung durch Ernährungsberater.

Das Besondere: Die Forscher wollten nicht nur wissen, welche Diät besser ist. Sie testeten auch, ob bestimmte Gene oder die individuelle Insulinausschüttung vorhersagen, wer mit welcher Diät besser abnimmt. Genau das, was dir die personalisierte Diät-Industrie heute verkauft.

Das Ergebnis nach zwölf Monaten: Die Low-Fat-Gruppe verlor im Schnitt 5,3 kg, die Low-Carb-Gruppe 6,0 kg. Der Unterschied war statistisch nicht signifikant. Und weder das Genprofil noch die Insulinausschüttung hatten irgendeinen Einfluss darauf, welche Diät bei wem funktionierte.

Viel spannender war die Streuung innerhalb der Gruppen: In beiden Gruppen gab es Teilnehmer, die über 25 kg verloren – und Teilnehmer, die zunahmen. Die Diät-Zuteilung erklärte diese Unterschiede nicht. Was sie erklärte, war die Frage, wer die Ernährung tatsächlich konsequent umgesetzt hat.

POUNDS LOST: Zwei Jahre, 811 Menschen, vier Diäten

Bereits 2009 hatte Frank Sacks von der Harvard School of Public Health im New England Journal of Medicine eine ähnlich grosse Studie veröffentlicht. 811 übergewichtige Erwachsene wurden zwei Jahre lang auf vier Diäten mit unterschiedlichem Fett-, Protein- und Kohlenhydratanteil gesetzt – von 35 bis 65 Prozent Kohlenhydrate.

Das Resultat: Nach zwei Jahren war der Gewichtsverlust bei allen vier Diäten praktisch identisch. Ob jemand viel oder wenig Kohlenhydrate ass, spielte für das Ergebnis keine Rolle. Was eine Rolle spielte: die Teilnahme an den Beratungsterminen. Wer regelmässig erschien, nahm deutlich mehr ab – unabhängig von der Diät.

Die Meta-Analysen: Das grosse Bild

Einzelne Studien können täuschen. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Zusammenfassungen aller verfügbaren Daten:

  • Johnston et al. 2014 (JAMA): 48 randomisierte Studien mit 7.286 Teilnehmern. Alle populären Diäten führten nach sechs Monaten zu Gewichtsverlust, die Unterschiede zwischen Low Carb und Low Fat waren minimal. Fazit der Autoren: Die Diät wählen, die man durchhalten kann.

  • Ge et al. 2020 (BMJ): Netzwerk-Meta-Analyse von 14 populären Diätprogrammen. Nach sechs Monaten: Low Carb 4,63 kg, Low Fat 4,37 kg Gewichtsverlust – praktisch gleich. Nach zwölf Monaten waren die Effekte bei allen Diäten deutlich geschrumpft, und die Vorteile bei den Herz-Kreislauf-Risikofaktoren waren grösstenteils verschwunden.

  • Mansoor et al. 2016 (British Journal of Nutrition): Hier hatte Low Carb einen kleinen Vorsprung von rund 2 kg – bei gleichzeitig ungünstigerer Entwicklung des LDL-Cholesterins. Ein Hinweis darauf, dass die Wahl der Diät auch Nebenwirkungen hat, die du im Blick behalten solltest.

Der Tenor über alle Analysen hinweg: Die Unterschiede zwischen den Makronährstoff-Strategien sind klein bis trivial. Die Unterschiede zwischen Menschen, die durchhalten, und Menschen, die aufgeben, sind riesig.

Kalorien und Protein abwägen: Meal-Prep für Unternehmer – Ernährungscoaching Adliswil

Die Stoffwechselkammer: Was passiert, wenn niemand schummeln kann

Der Einwand der Low-Carb-Verfechter lautet: In freien Studien halten sich die Leute nicht an die Vorgaben. Der Physiologe Kevin Hall vom amerikanischen National Institutes of Health hat deshalb das Gegenteil gemacht: Er hat Menschen in eine Stoffwechselstation eingeschlossen, wo jede Mahlzeit gewogen und jeder Atemzug gemessen wurde.

2016 setzte er 17 übergewichtige Männer zunächst vier Wochen auf eine kohlenhydratreiche, dann vier weitere Wochen auf eine ketogene Diät – mit exakt gleicher Kalorien- und Proteinmenge. Ergebnis: Die Keto-Phase führte nicht zu mehr Fettverlust. Der Energieverbrauch stieg zwar minimal, aber der Effekt war so klein, dass er an der Nachweisgrenze modernster Messtechnik lag.

Eine Meta-Analyse von 32 solcher kontrollierten Fütterungsstudien (Hall & Guo 2017) kam sogar zum umgekehrten Schluss: Bei gleicher Kalorienzahl führten die fettärmeren Diäten zu einem etwas höheren Energieverbrauch (26 kcal pro Tag) und etwas mehr Fettverlust (16 g pro Tag). Das ist real, aber praktisch bedeutungslos – 16 g pro Tag sind nicht einmal ein halbes Kilo pro Monat.

Die ehrliche Zusammenfassung: Bei gleicher Kalorienmenge verliert dein Körper mit Low Carb und Low Fat praktisch gleich viel Fett. Der Insulin-Mechanismus, der auf dem Papier so überzeugend klingt, macht in der Realität keinen messbaren Unterschied.

Der Twist: Warum Low Fat 2021 trotzdem gewann

Halls spannendste Studie erschien 2021 in Nature Medicine. Diesmal durften die 20 Teilnehmer so viel essen, wie sie wollten – zwei Wochen pflanzenbasiert und fettarm (75 % Kohlenhydrate), dann zwei Wochen tierisch-ketogen (10 % Kohlenhydrate), oder umgekehrt.

Das Ergebnis überraschte selbst die Low-Carb-Skeptiker: In der fettarmen Phase assen die Teilnehmer freiwillig rund 550 bis 700 kcal pro Tag weniger als in der Keto-Phase – ohne mehr Hunger und ohne weniger Genuss. Der Grund liegt in der Energiedichte: Unverarbeitete, kohlenhydratreiche Lebensmittel füllen den Magen mit mehr Volumen pro Kalorie.

Interessanterweise war der Fettverlust in beiden Phasen ähnlich, weil die Keto-Gruppe schnell Wasser und Glykogen verlor. Das ist genau der Effekt, den dein Geschäftspartner auf der Waage sieht, wenn er in der ersten Keto-Woche drei Kilo verliert: Es ist grösstenteils kein Fett.

Was Kohlenhydrate für dein Training bedeuten

Wenn du bei Progressive Sports in Adliswil trainierst, interessiert dich nicht nur die Waage. Du willst Muskeln aufbauen und Leistung bringen. Und hier kippt das Bild leicht zugunsten der Kohlenhydrate.

Louise Burke zeigte 2017 im Journal of Physiology bei Elite-Gehern, dass eine ketogene Ernährung die Bewegungsökonomie verschlechterte: Die Athleten brauchten bei gleichem Tempo mehr Sauerstoff. Während die kohlenhydratreich ernährten Sportler ihre Wettkampfzeiten verbesserten, blieb die Keto-Gruppe trotz besserer Fettverbrennung ohne Fortschritt.

Für Krafttraining ist das Bild differenzierter. Ein systematischer Review von Henselmans et al. 2022 mit 49 Studien fand, dass zusätzliche Kohlenhydrate bei kurzen, moderaten Einheiten meist keinen Leistungsvorteil bringen. Erst bei hohem Volumen (über 10 Sätze pro Muskelgruppe) oder nüchternem Training halfen sie. Das heisst: Für zwei bis drei kompakte Krafteinheiten pro Woche brauchst du keine Kohlenhydrat-Ladung – aber du gewinnst auch nichts, wenn du sie panisch meidest.

Evidenz-Infografik Low Carb oder Low Fat – Studien und 6-Schritte-Plan von Progressive Sports Adliswil

Praxisbeispiele: Wie Unternehmer daran scheitern – und wie es besser geht

Der CEO auf Keto-Mission

Ein Geschäftsführer aus Rüschlikon, 48, kam zu uns nach drei Monaten strikter Keto-Diät. Anfangs minus fünf Kilo, dann Stillstand, dann Frust. Sein Alltag: vier Geschäftsessen pro Woche, regelmässige Reisen nach London und Frankfurt. Keto war in diesem Umfeld schlicht nicht durchführbar – jedes Kundenessen wurde zum Kampf, und nach jedem "Ausrutscher" folgten Wasserschwankungen von zwei Kilo, die ihn demoralisierten.

Die Lösung war keine neue Diät, sondern ein System: Proteinziel pro Mahlzeit, Kohlenhydrate rund ums Training, Fett dort, wo es Genuss bringt. Beim Business-Lunch bestellte er Fisch mit Gemüse und ein kleines Stück Brot statt gar nichts – und hielt es 14 Monate durch. Minus 11 kg, Körperfett von 27 auf 17 Prozent.

Die Unternehmerin mit dem Fettphobie-Problem

Eine Inhaberin einer Beratungsfirma aus Kilchberg, 41, ass seit Jahren "gesund und fettarm": Vollkornbrot, Salat, Joghurt, Reiswaffeln. Trotzdem stagnierten Gewicht und Energie. Das Problem: Ihre Mahlzeiten hatten kaum Protein und kaum Sättigung, weshalb sie nachmittags unkontrolliert snackte.

Statt weniger Fett bekam sie mehr Protein und mehr gesunde Fette – Eier, Lachs, Olivenöl, Nüsse – bei gleicher Kalorienmenge. Der Nachmittagshunger verschwand innerhalb von zwei Wochen. Nach sechs Monaten mit zwei Krafteinheiten pro Woche in unserem Personal Training in Zürich Süd: minus 7 kg Fett, plus 2 kg Muskelmasse.

Was beide Fälle gemeinsam haben

In keinem der beiden Fälle war die Makronährstoff-Verteilung das Problem. Das Problem war, dass die gewählte Strategie nicht zum Leben passte – und dass Protein und Krafttraining fehlten. Das ist das Muster, das wir bei Führungskräften aus Thalwil, Horgen und Zürich Enge seit über 15 Jahren sehen.

Personal Training mit Krafttraining für Führungskräfte im Private Gym Adliswil

Häufige Fehler bei Low Carb und Low Fat

  • Wasserverlust mit Fettverlust verwechseln: Die ersten zwei bis vier Kilo bei Low Carb sind grösstenteils Glykogen und Wasser. Sie kommen beim ersten Pastateller zurück – und das ist kein Scheitern, sondern Physiologie.

  • Protein vernachlässigen: Viele Low-Fat-Diäten sind gleichzeitig Low-Protein. Ohne 1,6 bis 2,2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht verlierst du im Defizit Muskeln statt Fett – besonders ab 40.

  • Fett gegen Zucker tauschen: "Fettarm" auf der Packung bedeutet oft "zuckerreich". Fettarme Fertigprodukte sind selten die Lösung.

  • Kohlenhydrate durch Speck ersetzen: Umgekehrt zeigt die Datenlage von Seidelmann et al. 2018 aus dem Lancet Public Health, dass Low Carb auf Basis tierischer Fette mit höherer Sterblichkeit verbunden war, Low Carb auf Basis pflanzlicher Fette und Proteine hingegen mit niedrigerer. Die Quelle deiner Kalorien zählt.

  • LDL-Cholesterin nicht kontrollieren: Bei einem Teil der Menschen steigt das LDL unter Low Carb deutlich an. Wenn du diesen Weg gehst, lass deine Blutwerte nach drei Monaten prüfen.

  • Extreme wählen, die nicht zum Kalender passen: Wer vier Geschäftsessen pro Woche hat, kann keine 20-Gramm-Kohlenhydrat-Grenze einhalten. Ein System, das du an 80 Prozent der Tage umsetzen kannst, schlägt jedes perfekte System, das du nach drei Wochen aufgibst.

Konkreter Umsetzungsplan: Deine Ernährung in 7 Schritten

Statt Low Carb oder Low Fat zu wählen, baust du dir eine Struktur, die beide Lager überflüssig macht:

  1. Setze dein Proteinziel zuerst. 1,6 bis 2,2 g pro Kilogramm Körpergewicht, verteilt auf drei bis vier Mahlzeiten mit je 30 bis 50 g. Das ist die einzige Makro-Zahl, die du wirklich tracken musst.

  2. Definiere dein Kaloriendefizit moderat. 300 bis 500 kcal unter deinem Erhaltungsbedarf. Ziel: 0,5 bis 0,7 Prozent Körpergewicht pro Woche. Schneller kostet Muskeln.

  3. Entscheide dich für die Verteilung, die zu deinem Leben passt. Liebst du Brot, Reis und Pasta? Dann iss sie – und halte Fett moderat. Sättigt dich Fett besser? Dann mehr Eier, Fisch, Nüsse – und weniger Stärke. Beides funktioniert. Wichtig ist, dass du es nicht wechselst.

  4. Lege Kohlenhydrate um dein Training. Wenn du zwei bis drei intensive Krafteinheiten pro Woche absolvierst, gehören die stärkehaltigen Mahlzeiten in die Stunden davor und danach. An trainingsfreien Tagen darf es weniger sein.

  5. Fülle den Teller mit Volumen. Gemüse, Salat, Beeren, Hülsenfrüchte, mageres Protein. Das ist der Mechanismus hinter Halls 700-kcal-Effekt: Sättigung pro Kalorie.

  6. Mache Krafttraining zur Pflicht. Zwei bis drei Einheiten à 45 bis 60 Minuten pro Woche. Ohne Trainingsreiz verliert dein Körper im Defizit Muskeln – egal, welche Diät du wählst.

  7. Miss das Richtige. Nicht das Gewicht am Montagmorgen, sondern Körperfett, Umfang und Kraftwerte alle vier Wochen. So verwechselst du Wasser nie wieder mit Fett.

Wenn du diesen Plan nicht allein aufsetzen willst, ist genau das der Kern unseres Ernährungscoachings in Zürich: kein Dogma, sondern eine Struktur, die zu deinem Kalender passt.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Low Carb und Low Fat

Machen Kohlenhydrate am Abend dick?

Nein. Das Timing der Kohlenhydrate hat in kontrollierten Studien keinen relevanten Einfluss auf den Fettabbau, solange die Gesamtkalorien und das Protein stimmen. Dein Körper führt keine Buchhaltung nach Uhrzeit. Was am Abend tatsächlich ein Problem sein kann, ist die Menge: Nach einem stressigen Tag mit wenig Mittagessen isst du abends unkontrolliert. Die Lösung ist dann nicht das Verbot von Kohlenhydraten nach 18 Uhr, sondern ein proteinreiches Mittagessen, das den Abend-Hunger dämpft. Viele unserer Kunden aus Langnau am Albis oder Zürich Wollishofen legen ihre grösste Kohlenhydrat-Mahlzeit bewusst auf den Abend – weil sie dann besser schlafen und morgens leichter ein proteinreiches Frühstück schaffen.

Ist Keto für Unternehmer sinnvoll?

Keto kann funktionieren – aber nur, wenn es zu deinem Alltag passt. Die Studienlage zeigt, dass ketogene Diäten keinen metabolischen Vorteil beim Fettabbau haben, wenn Kalorien und Protein gleich sind. Was Keto für manche bringt, ist eine bessere Appetitkontrolle und weniger Snack-Impulse. Der Preis: Geschäftsessen, Reisen und Teamevents werden zum Spiessrutenlauf, die Trainingsleistung bei hohem Volumen kann leiden, und bei einem Teil der Menschen steigt das LDL-Cholesterin deutlich. Für die meisten Führungskräfte, die wir in Adliswil betreuen, ist eine moderate Kohlenhydratreduktion mit hohem Proteinanteil die wesentlich alltagstauglichere Variante.

Wie viele Kohlenhydrate brauche ich für den Muskelaufbau?

Weniger, als die Fitness-Industrie behauptet – aber mehr als null. Für zwei bis drei Krafteinheiten pro Woche mit moderatem Volumen zeigt der Review von Henselmans et al. 2022 keinen Leistungsvorteil durch zusätzliche Kohlenhydrate. Erst bei sehr hohem Volumen oder Training auf nüchternen Magen wird es relevant. Ein praktischer Richtwert für Unternehmer, die Muskeln aufbauen und gleichzeitig Körperfett reduzieren wollen: 2 bis 4 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht an Trainingstagen, etwas weniger an freien Tagen. Entscheidend bleibt das Protein – 1,6 bis 2,2 g pro Kilogramm – und ein progressiv gesteigertes Training.

Warum nehme ich mit Low Carb schneller ab?

Weil du in der ersten Woche vor allem Wasser verlierst. Jedes Gramm Glykogen in Muskeln und Leber bindet rund drei Gramm Wasser. Wenn du die Kohlenhydrate stark reduzierst, leerst du diese Speicher – und verlierst schnell zwei bis vier Kilo, die nichts mit Fett zu tun haben. Das erklärt, warum Low Carb in kurzen Studien oft leicht vorne liegt und der Vorteil über zwölf Monate verschwindet. Für dich heisst das: Bewerte deinen Fortschritt nie nach den ersten zwei Wochen, sondern nach acht bis zwölf – und miss Körperfett, nicht nur Gewicht.

Soll ich meine Gene testen lassen, um die richtige Diät zu finden?

Nach aktueller Datenlage: nein. Genau das hat die DIETFITS-Studie geprüft. Weder das untersuchte Genprofil noch die Insulinausschüttung sagten vorher, wer mit Low Carb oder Low Fat besser abnimmt. Kommerzielle Gentests, die dir eine "genetisch passende Diät" versprechen, verkaufen dir eine Präzision, die es in der Forschung nicht gibt. Was tatsächlich individuell ist: deine Vorlieben, dein Kalender, deine Sättigungsreaktion. Das findest du nicht im Labor, sondern im Gespräch mit einem Coach, der deinen Alltag versteht.

Was ist mit dem Cholesterin bei Low Carb?

Das ist der Punkt, den du ernst nehmen solltest. Meta-Analysen wie Mansoor et al. 2016 zeigen, dass Low Carb tendenziell die Triglyceride senkt und das HDL erhöht – gleichzeitig aber das LDL-Cholesterin ansteigen lässt. Bei manchen Menschen ist dieser Anstieg dramatisch. Da LDL ein kausaler Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, gilt: Wenn du dich für eine fettreiche Low-Carb-Ernährung entscheidest, lass nach drei Monaten dein Lipidprofil inklusive ApoB prüfen. Steigt es deutlich, tausche gesättigte gegen ungesättigte Fette – oder hebe den Kohlenhydratanteil wieder an.

Fazit: Die Frage war falsch

Low Carb oder Low Fat? Die grossen Studien – DIETFITS, POUNDS LOST, die Meta-Analysen von Johnston und Ge, die Stoffwechselkammer-Versuche von Hall – geben eine klare Antwort: Es spielt kaum eine Rolle. Bei gleicher Kalorienzahl und gleichem Protein verliert dein Körper mit beiden Strategien praktisch gleich viel Fett.

Was eine Rolle spielt: ob du genug Protein isst, ob du Krafttraining machst, ob deine Ernährung Volumen und Sättigung liefert – und ob du sie länger als drei Monate durchhältst.

Für dich als Unternehmer oder Führungskraft ist das eine Befreiung. Du musst nicht mehr das perfekte System finden. Du musst ein System finden, das an 80 Prozent deiner Tage funktioniert – inklusive Geschäftsessen, Reisen und Sitzungsmarathons. Und du brauchst jemanden, der dieses System mit dir aufbaut und misst, was wirklich zählt.

Möchtest du deinen Körperfettanteil reduzieren, Muskeln aufbauen und deine Leistungsfähigkeit steigern – ohne stundenlang im Fitnessstudio zu verbringen?

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Über Progressive Sports

Progressive Sports ist ein Private Gym in Adliswil (Fabrikhof 3, 8134 Adliswil) im Süden von Zürich. Wir sind spezialisiert auf Personal Training, Executive Coaching und Ernährungscoaching für Unternehmer, Geschäftsführer, Selbstständige und Führungskräfte, die mit begrenzter Zeit maximale Resultate erreichen wollen.

Unsere Coaches sind mehrfache Natural-Bodybuilding-Champions mit über 15 Jahren Erfahrung und betreuen Kunden aus der ganzen Deutschschweiz – von Zug, Baar und Wollerau über Rüschlikon, Kilchberg, Thalwil und Horgen bis nach Zürich Enge und Wollishofen. 24-Stunden-Zugang, limitierte Mitgliederzahl und High-End-Equipment sorgen dafür, dass du jederzeit ungestört und effizient trainieren kannst.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Gardner CD, Trepanowski JF, Del Gobbo LC, et al. (2018). Effect of Low-Fat vs Low-Carbohydrate Diet on 12-Month Weight Loss in Overweight Adults and the Association With Genotype Pattern or Insulin Secretion: The DIETFITS Randomized Clinical Trial. JAMA, 319(7), 667–679. https://doi.org/10.1001/jama.2018.0245

  2. Sacks FM, Bray GA, Carey VJ, et al. (2009). Comparison of Weight-Loss Diets with Different Compositions of Fat, Protein, and Carbohydrates. New England Journal of Medicine, 360(9), 859–873. https://doi.org/10.1056/NEJMoa0804748

  3. Johnston BC, Kanters S, Bandayrel K, et al. (2014). Comparison of Weight Loss Among Named Diet Programs in Overweight and Obese Adults: A Meta-analysis. JAMA, 312(9), 923–933. https://doi.org/10.1001/jama.2014.10397

  4. Ge L, Sadeghirad B, Ball GDC, et al. (2020). Comparison of dietary macronutrient patterns of 14 popular named dietary programmes for weight and cardiovascular risk factor reduction in adults: systematic review and network meta-analysis of randomised trials. BMJ, 369, m696. https://doi.org/10.1136/bmj.m696

  5. Mansoor N, Vinknes KJ, Veierød MB, Retterstøl K. (2016). Effects of low-carbohydrate diets v. low-fat diets on body weight and cardiovascular risk factors: a meta-analysis of randomised controlled trials. British Journal of Nutrition, 115(3), 466–479. https://doi.org/10.1017/S0007114515004699

  6. Hall KD, Guo J. (2017). Obesity Energetics: Body Weight Regulation and the Effects of Diet Composition. Gastroenterology, 152(7), 1718–1727. https://doi.org/10.1053/j.gastro.2017.01.052

  7. Hall KD, Chen KY, Guo J, et al. (2016). Energy expenditure and body composition changes after an isocaloric ketogenic diet in overweight and obese men. American Journal of Clinical Nutrition, 104(2), 324–333. https://doi.org/10.3945/ajcn.116.133561

  8. Hall KD, Guo J, Courville AB, et al. (2021). Effect of a plant-based, low-fat diet versus an animal-based, ketogenic diet on ad libitum energy intake. Nature Medicine, 27, 344–353. https://doi.org/10.1038/s41591-020-01209-1

  9. Seidelmann SB, Claggett B, Cheng S, et al. (2018). Dietary carbohydrate intake and mortality: a prospective cohort study and meta-analysis. The Lancet Public Health, 3(9), e419–e428. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(18)30135-X30135-X)

  10. Burke LM, Ross ML, Garvican-Lewis LA, et al. (2017). Low carbohydrate, high fat diet impairs exercise economy and negates the performance benefit from intensified training in elite race walkers. The Journal of Physiology, 595(9), 2785–2807. https://doi.org/10.1113/JP273230

  11. Henselmans M, Bjørnsen T, Hedderman R, Vårvik FT. (2022). The Effect of Carbohydrate Intake on Strength and Resistance Training Performance: A Systematic Review. Nutrients, 14(4), 856. https://doi.org/10.3390/nu14040856

 
 
 

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