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Wie lange dauert es, bis man Resultate sieht? Der ehrliche Zeitplan für Unternehmer

Unternehmer im Private Gym in Adliswil zwischen zwei Saetzen - wie lange dauert es bis man Resultate sieht

Du hast angefangen. Drei Wochen konsequent trainiert, den Alkohol reduziert, das Protein hochgeschraubt.

Und dann stehst du am Sonntagmorgen vor dem Spiegel und siehst – nichts.

Die Waage zeigt sogar 800 Gramm mehr. Dein Hemd sitzt gleich. Und in deinem Kopf startet genau die Frage, die jedes Jahr Tausende Unternehmer zurück in die alte Routine schickt: "Funktioniert das überhaupt?"

Als Unternehmer bist du darauf trainiert, Investitionen an Zahlen zu messen. Du willst wissen, wann der Return kommt. Das ist keine Ungeduld – das ist professionelles Denken.

Das Problem: Dein Körper liefert seinen Return in einer anderen Reihenfolge, als du ihn erwartest. Er verbessert zuerst das, was du nicht sehen kannst. Und genau deshalb steigen so viele aus, kurz bevor es sichtbar wird.

In diesem Artikel bekommst du den ehrlichen Zeitplan – Woche für Woche, belegt mit Studien. Damit du weisst, worauf du in Woche 2, Woche 8 und Monat 6 wirklich schauen musst.

Das Hauptproblem: Du misst das Falsche zum falschen Zeitpunkt

Die meisten Unternehmer, die zu uns nach Adliswil kommen, haben schon mehrere Anläufe hinter sich. Fast alle sind am gleichen Punkt gescheitert: Sie haben in Woche 3 eine Entscheidung getroffen, die frühestens in Woche 12 fällig gewesen wäre.

Der Grund ist ein Messfehler. Du benutzt zwei Instrumente – Spiegel und Waage – die beide in der Anfangsphase systematisch das falsche Signal senden.

Der Spiegel ist unbrauchbar, weil du dich täglich siehst. Veränderungen von einem Prozent Körperfett pro Monat sind für das eigene Auge unsichtbar. Fremde sehen sie vor dir.

Die Waage ist unbrauchbar, weil sie nicht zwischen Muskel, Fett, Wasser und Darminhalt unterscheidet. Wenn du neu mit Krafttraining startest, lagert deine Muskulatur zusätzliches Glykogen und Wasser ein. Du wirst schwerer, obwohl du gerade alles richtig machst.

Und dann gibt es eine dritte Ebene, die niemand misst, obwohl sie sich zuerst verändert: dein Stoffwechsel, dein Blutdruck, dein Schlaf und dein Fokus im Meeting.

Genau hier setzt der ehrliche Zeitplan an.

Die wissenschaftliche Erklärung: Was wann passiert

Tag 1 bis Woche 2 – unsichtbar, aber sofort messbar

Die erste Veränderung passiert nach der allerersten Trainingseinheit. Und sie hat nichts mit deinem Aussehen zu tun.

Ein Review im BMJ Open Sport & Exercise Medicine fasst die Datenlage klar zusammen: Bereits eine einzelne Trainingseinheit verbessert die Insulinsensitivität deiner Muskulatur – der Effekt hält je nach Umfang und Intensität rund 12 bis 48 Stunden an (Bird & Hawley 2017).

Praktisch heisst das: Dein Körper geht am Tag nach dem Training anders mit Kohlenhydraten um. Der Nachmittags-Crash nach dem Business-Lunch fällt milder aus. Nicht weil du abgenommen hast, sondern weil deine Muskelzellen wieder empfindlicher auf Insulin reagieren.

Parallel dazu läuft der zweite Sofort-Effekt: dein Gehirn. Ein Review in Brain Plasticity zeigt, dass eine einzelne Trainingseinheit Stimmung und exekutive Funktionen verbessert – vor allem im präfrontalen Kortex, also genau dort, wo du Entscheidungen triffst und Impulse kontrollierst (Basso & Suzuki 2017).

Das ist deine erste ehrliche Erfolgsmetrik. Nicht der Spiegel. Sondern die Frage: Wie klar war mein Kopf am Tag nach dem Training?

Woche 2 bis Woche 5 – du wirst stärker, ohne mehr Muskeln zu haben

Jetzt kommt der Teil, der die meisten verwirrt. Deine Gewichte steigen schnell. Von 40 auf 55 Kilo im Rudern, von 60 auf 80 in der Beinpresse. Und trotzdem sieht dein Oberkörper aus wie vorher.

Das ist kein Widerspruch, sondern Physiologie. Die klassische Untersuchung von Moritani und deVries zeigte bereits 1979: In den ersten Wochen eines Krafttrainings stammt der Kraftzuwachs fast vollständig aus neuronalen Anpassungen. Erst nach etwa drei bis fünf Wochen wird das Muskelwachstum selbst zum dominierenden Faktor (Moritani & deVries 1979).

Dein Nervensystem lernt, mehr Muskelfasern gleichzeitig und besser koordiniert zu aktivieren. Du baust keine neue Hardware – du schaltest die vorhandene endlich richtig ein.

Für dich als Unternehmer ist das eine gute Nachricht: Kraft ist die erste harte Zahl, die sich bewegt. Sie ist objektiv, sie steht in deinem Trainingsprotokoll, und sie lügt nicht wie die Waage.

Woche 3 bis Woche 10 – der Schwellungs-Effekt und der echte Muskelaufbau

Hier wird es interessant. Wenn du in Woche 3 deinen Oberarm misst und er ist grösser – ist das dann Muskel?

Wahrscheinlich nicht. Eine Arbeitsgruppe um Felipe Damas hat Untrainierte über zehn Wochen begleitet und den Muskelquerschnitt mehrfach gemessen. Das Ergebnis: Die frühen Zunahmen des Muskelquerschnitts gingen im Wesentlichen auf ödembedingte Schwellung durch Muskelschäden zurück, nicht auf echtes Muskelwachstum (Damas et al. 2016a).

In der Folgestudie im Journal of Physiology zeigte dieselbe Gruppe, warum: Die Muskelproteinsynthese ist in der ersten Trainingswoche zwar maximal erhöht – aber sie korreliert dort überhaupt nicht mit dem späteren Muskelaufbau. Erst wenn die Muskelschädigung abgeklungen ist, wird die Proteinsynthese zum verlässlichen Prädiktor für Hypertrophie (Damas et al. 2016b).

Übersetzt: Die ersten drei Wochen reparierst du. Ab ungefähr Woche vier baust du.

Echte, sauber messbare Hypertrophie ist realistisch ab Woche 8 bis 12 – und sie ist in absoluten Zahlen kleiner, als Instagram dich glauben lässt.

Woche 8 bis Monat 6 – warum Muskelaufbau langsam bleibt

Ein guter Realitätscheck kommt aus der Protein-Meta-Analyse von Morton und Kollegen im British Journal of Sports Medicine: 49 randomisierte Studien mit 1'863 Teilnehmenden. Zusätzliches Protein oberhalb der Basisversorgung brachte über die Studiendauer im Mittel nur rund 0,3 Kilogramm zusätzliche fettfreie Masse (Morton et al. 2018).

Die Botschaft ist nicht "Protein ist egal". Die Botschaft ist: Der Löwenanteil des Ergebnisses kommt aus dem Training selbst – und Muskelmasse wächst in Kilogramm pro Jahr, nicht pro Monat.

Dazu kommt ein zweiter Effekt, den viele unterschätzen: Der Anfängerbonus verschwindet. Die grosse Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse von Rhea und Kollegen mit 140 Studien zeigte, dass Untrainierte ihre besten Zuwächse bereits bei rund 60 % des Maximalgewichts erzielen, während Trainierte für weitere Fortschritte deutlich höhere Intensitäten und mehr Volumen brauchen (Rhea et al. 2003).

Das erste halbe Jahr ist also die produktivste Phase deines Lebens im Gym. Wenn du sie in Woche 3 abbrichst, verschenkst du genau den Teil, der am einfachsten zu haben war.

Haende an der Langhantel mit Armbanduhr - Zeitplan fuer Trainingsresultate, Personal Training Adliswil

Fettabbau: Warum langsam schneller ist

Beim Körperfett ist der Zeitplan noch klarer – und die häufigste Fehlentscheidung noch teurer.

Ina Garthe und Kollegen verglichen bei Leistungssportlern zwei Abnehmgeschwindigkeiten: 0,7 % versus 1,4 % Körpergewicht pro Woche. Beide Gruppen trainierten viermal wöchentlich mit Gewichten.

Das Ergebnis: In der langsamen Gruppe stieg die fettfreie Masse um 2,1 %, in der schnellen Gruppe blieb sie praktisch unverändert (−0,2 %). Zusätzlich verbesserten sich Sprungkraft und Bankdrücken in der langsamen Gruppe stärker (Garthe et al. 2011).

Für dich mit 90 Kilogramm bedeutet 0,7 % pro Woche etwa 600 bis 650 Gramm. Das sind rund 2,5 Kilogramm im Monat – aber eben 2,5 Kilogramm, die überwiegend aus Fett bestehen und dich nicht schwächer machen.

Und noch etwas: Die Meta-Analyse von Verheggen und Kollegen mit 117 Studien und 4'815 Teilnehmenden zeigte, dass Diät zwar mehr Gewicht reduziert – aber Training das viszerale Bauchfett ebenfalls deutlich senkt, und zwar bei geringerem Gewichtsverlust (Verheggen et al. 2016).

Das erklärt eine Erfahrung, die viele unserer Kunden aus Thalwil, Kilchberg oder Zug machen: Die Waage bewegt sich kaum, aber der Gürtel geht zwei Löcher enger. Genau das ist der Fortschritt, der zählt.

Der Zeitplan hinter dem Zeitplan: deine Gewohnheiten

Es gibt eine letzte Zahl, die bestimmt, ob du überhaupt bis zum sichtbaren Ergebnis kommst.

Lally und Kollegen liessen 96 Personen zwölf Wochen lang täglich ein neues Verhalten ausführen und massen, wann es automatisch abläuft. Der Median lag bei 66 Tagen – mit einer enormen Spannweite von 18 bis 254 Tagen (Lally et al. 2010).

Zwei Dinge daraus sind für dich relevant. Erstens: Die berühmten "21 Tage" sind ein Mythos. Zweitens – und das ist die wichtigere Erkenntnis: Eine einzelne verpasste Gelegenheit hatte in der Studie keinen messbaren Einfluss auf den Gewohnheitsaufbau.

Ein ausgefallenes Training wegen eines Kundentermins ruiniert also gar nichts. Was ruiniert, ist die Reaktion darauf: aufgeben.

Evidenz-Infografik: Zeitplan der Trainingsresultate mit Kernzahlen und Quellen - Progressive Sports Adliswil

Praxisbeispiele: Wie der Zeitplan bei Führungskräften wirklich aussieht

Der Geschäftsführer aus Wollerau, 47, KMU mit 40 Mitarbeitenden.

Startgewicht 96 kg, Körperfett 27 %. Nach vier Wochen: Waage bei 96,4 kg. Er war kurz davor, alles hinzuwerfen. Die Kraftwerte hatten sich in derselben Zeit im Schnitt um 30 % verbessert, der Bauchumfang um 2,5 cm reduziert. Nach sechs Monaten: 87 kg, Körperfett 18 %. Das erste Kompliment von aussen kam in Monat drei.

Die Selbstständige aus Zürich Enge, 41, Beraterin mit hoher Reisetätigkeit.

Ihr Ziel war nicht die Waage, sondern Energie. Bereits nach zwei Wochen zwei Krafteinheiten pro Woche berichtete sie über stabilere Nachmittage und besseren Schlaf. Sichtbare Veränderungen der Körperform kamen erst ab Woche 10 – die Leistungsveränderung war fünf Wochen früher da.

Der Unternehmer aus Baar, 52, sitzende Tätigkeit, zwei Kinder.

Klassischer Fall von "seit Jahren dasselbe Programm ohne Progression". Er brauchte keinen neuen Sport, sondern eine Struktur mit steigender Belastung. Nach zwölf Wochen: +18 kg im Kreuzheben, −4 cm Taille, Blutdruck von 148/94 auf 132/85. Das Gewicht auf der Waage: minus 3 kg. Für ihn war das der Beweis, dass die Waage die schlechteste Kennzahl war, die er je benutzt hatte.

Diese Muster wiederholen sich bei fast jedem, den wir im Executive Coaching begleiten. Die Reihenfolge ist fast immer: Energie → Kraft → Umfänge → Aussehen → Waage.

Häufige Fehler, die dich Monate kosten

Fehler 1: Täglich wiegen und emotional reagieren.

Dein Gewicht schwankt tageweise um bis zu zwei Kilogramm durch Wasser, Salz, Kohlenhydrate und Darminhalt. Wenn du diese Schwankungen als Fortschritt oder Rückschritt interpretierst, triffst du Entscheidungen auf Basis von Rauschen.

Fehler 2: Das Programm alle vier Wochen wechseln.

Progression braucht Wiederholung derselben Übungen über Monate. Wer alle vier Wochen neu startet, misst nie eine echte Steigerung – und hat am Ende des Jahres zwölf Anfänge statt zwölf Monate Fortschritt.

Fehler 3: Zu aggressives Defizit.

Minus 1'000 Kalorien klingt effizient. Das Ergebnis ist Muskelverlust, Leistungsabfall und ein Rückfall nach sechs Wochen – siehe Garthe et al. Bei 1,4 % Gewichtsverlust pro Woche blieb die Magermasse auf der Strecke.

Fehler 4: Erfolg nur visuell definieren.

Wenn dein einziges Ziel "besser aussehen" ist, hast du in den ersten acht Wochen keine einzige Rückmeldung, die dich trägt. Wer zusätzlich Kraft, Umfänge, Schlafqualität und Blutwerte trackt, hat in Woche zwei schon drei Gründe weiterzumachen.

Fehler 5: Cardio als Hauptwerkzeug.

Ausdauertraining ist wertvoll für Herz und Gefässe. Aber es schützt deine Muskelmasse im Defizit nicht – Krafttraining tut es. Genau das war der entscheidende Unterschied in den Studien von Garthe.

Fehler 6: Kein externes Auge.

Du kannst deine eigene Technik nicht sehen und deine eigene Progression nicht objektiv beurteilen. Deshalb ist Personal Training für Führungskräfte kein Luxus, sondern der schnellste Weg von Aufwand zu Ergebnis.

Coach von Progressive Sports bespricht Fortschrittsdaten mit einer Fuehrungskraft im Private Gym Adliswil

Dein konkreter Umsetzungsplan: die ersten 26 Wochen

  • Woche 0 – Ausgangswerte sichern. Miss Gewicht (nüchtern, drei Tage hintereinander, Durchschnitt bilden), Taille auf Nabelhöhe, Körperfett per professioneller Messung, Blutdruck. Mach vier Fotos bei gleichem Licht.

  • Woche 1–2 – Technik vor Gewicht. Zwei bis drei Ganzkörper-Einheiten pro Woche, sechs bis acht Grundübungen, moderate Lasten. Ziel dieser Phase ist nicht Fortschritt, sondern saubere Bewegungsmuster.

  • Woche 3–6 – Progression starten. Jede Woche entweder eine Wiederholung mehr oder minimal mehr Gewicht bei gleicher Technik. Protokolliere jede Einheit. Erwarte hier deutliche Kraftsprünge – und keine sichtbaren Veränderungen.

  • Woche 4 – Ernährung justieren, nicht kürzen. Setze auf 1,6–2,2 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und ein moderates Defizit von rund 0,7 % Körpergewicht pro Woche. Mehr ist hier nachweislich schlechter. Unterstützung dabei bekommst du im Ernährungscoaching.

  • Woche 6 – Erste echte Zwischenbilanz. Vergleiche Kraftwerte und Taillenumfang, nicht das Spiegelbild. Wenn Kraft steigt und Taille sinkt, ist alles korrekt – unabhängig von der Waage.

  • Woche 8–12 – Muskelaufbau wird sichtbar. Jetzt beginnen Schultern, Rücken und Arme, die Form zu verändern. Halte die Übungsauswahl stabil und steigere weiter.

  • Woche 12 – Fotos wiederholen. Gleiche Position, gleiches Licht, gleiche Tageszeit. Der Vergleich zu Woche 0 ist der Moment, in dem die meisten zum ersten Mal wirklich überzeugt sind.

  • Woche 12–26 – Konsolidieren. Halte die Frequenz auch auf Geschäftsreisen: zwei kurze Einheiten sind besser als eine perfekte, die ausfällt. Nach Lally et al. schadet eine einzelne Lücke dem Gewohnheitsaufbau nicht.

  • Ab Woche 26 – neu kalibrieren. Der Anfängerbonus ist aufgebraucht. Jetzt entscheidet Intensität und intelligente Programmgestaltung über den weiteren Fortschritt.

Wenn du diesen Plan in einem Private Gym mit 24-Stunden-Zugang umsetzt, fällt der grösste Reibungsverlust weg: Wartezeiten, überfüllte Geräte und Trainingszeiten, die nicht zu deinem Kalender passen.

FAQ

Wann sieht man die ersten Resultate vom Krafttraining?

Das hängt davon ab, was du als Resultat definierst. Messbare Stoffwechselveränderungen wie eine verbesserte Insulinsensitivität treten bereits nach einer einzelnen Einheit auf und halten 12 bis 48 Stunden an (Bird & Hawley 2017). Kraftzuwächse spürst du typischerweise ab Woche zwei, sie stammen anfangs aus neuronalen Anpassungen (Moritani & deVries 1979). Sichtbare Veränderungen deiner Körperform brauchen realistisch acht bis zwölf Wochen, weil frühe Umfangzunahmen zunächst grösstenteils Schwellung sind (Damas et al. 2016a). Und dass andere Menschen etwas bemerken – Kollegen, Kunden, dein Partner – passiert bei den meisten unserer Kunden zwischen Monat drei und Monat vier. Der ehrliche Rahmen lautet also: zwei Wochen bis zum Gefühl, acht bis zwölf Wochen bis zum Bild, drei bis vier Monate bis zum Kompliment.

Warum nehme ich am Anfang sogar zu, obwohl ich alles richtig mache?

Dafür gibt es drei nachvollziehbare Gründe. Erstens speichert deine Muskulatur bei neuem Krafttraining mehr Glykogen, und jedes Gramm Glykogen bindet zusätzlich Wasser. Zweitens verursacht ungewohntes Training in den ersten Wochen Muskelschäden mit ödembedingter Schwellung – Damas und Kollegen konnten zeigen, dass frühe Zunahmen des Muskelquerschnitts genau darauf zurückgehen (Damas et al. 2016a). Drittens verändert eine proteinreichere, ballaststoffreichere Ernährung dein Verdauungsvolumen. Das alles sind Anpassungen, keine Rückschritte. Entscheidend ist der Trend über vier Wochen, nicht der Wert am Dienstagmorgen. Wenn gleichzeitig Kraft steigt und Taille sinkt, funktioniert dein Programm – auch wenn die Waage kurzfristig in die andere Richtung zeigt.

Wie viel Muskelmasse kann ich als 45-Jähriger realistisch aufbauen?

Deutlich mehr, als die meisten annehmen – aber langsamer, als Werbung suggeriert. Alter ist kein Ausschlusskriterium für Muskelaufbau; entscheidend sind Trainingsreiz, Proteinzufuhr, Schlaf und Konsistenz. Realistisch sind im ersten Jahr bei sauberer Umsetzung mehrere Kilogramm fettfreie Masse, wobei der grösste Teil in den ersten sechs Monaten entsteht. Die Meta-Analyse von Morton und Kollegen macht die Grössenordnung deutlich: Zusätzliches Protein brachte über die Studiendauer im Schnitt nur rund 0,3 kg zusätzliche fettfreie Masse (Morton et al. 2018). Der Haupttreiber ist also das Training mit progressiver Belastung, nicht das Supplement. Wichtiger als das absolute Kilo ist ohnehin die Kombination: Muskeln aufbauen und gleichzeitig Fett verlieren verändert deine Silhouette stärker als jede reine Gewichtszahl.

Ich habe nur zwei Stunden pro Woche. Reicht das für sichtbare Resultate?

Ja – wenn diese zwei Stunden strukturiert sind. Zwei Krafteinheiten pro Woche mit Grundübungen, progressiver Belastung und einer Intensität nahe am Leistungslimit erzeugen bei Untrainierten sehr deutliche Kraft- und Muskelzuwächse. Die Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse von Rhea und Kollegen zeigt, dass Untrainierte ihre besten Ergebnisse bereits bei moderaten Intensitäten erzielen – der Anfängerbonus ist real (Rhea et al. 2003). Der Zeitplan verschiebt sich dabei kaum: Kraft ab Woche zwei bis drei, sichtbare Veränderungen ab Woche acht bis zwölf. Was sich ändert, ist die Toleranz für Fehler. Bei zwei Einheiten pro Woche darf keine davon planlos sein. Deshalb ist professionelle Programmgestaltung bei wenig Zeit wertvoller als bei viel Zeit, nicht umgekehrt.

Wie schnell darf ich abnehmen, ohne Muskeln zu verlieren?

Die belastbarste Antwort liefert die Studie von Garthe und Kollegen. Sie verglichen 0,7 % und 1,4 % Körpergewichtsverlust pro Woche bei Sportlern, die viermal wöchentlich Krafttraining machten. In der langsamen Gruppe stieg die fettfreie Masse um 2,1 %, in der schnellen blieb sie unverändert bei −0,2 %; zusätzlich verbesserte sich in der langsamen Gruppe die Leistung stärker (Garthe et al. 2011). Für 90 Kilogramm Körpergewicht entspricht 0,7 % rund 600 bis 650 Gramm pro Woche. Das wirkt langsam, ergibt aber über sechs Monate rund 15 Kilogramm – bei erhaltener oder sogar gesteigerter Muskelmasse. Schnellere Diäten liefern die gleiche Zahl auf der Waage, aber ein deutlich schlechteres Ergebnis im Spiegel.

Wann wird Training endlich zur Gewohnheit und nicht mehr zum Kampf?

Lally und Kollegen haben genau das untersucht und fanden einen Median von 66 Tagen, bis ein neues Verhalten automatisch abläuft – mit einer Spannweite von 18 bis 254 Tagen (Lally et al. 2010). Rechne also mit rund zwei bis drei Monaten, bis das Training kein Willenskraft-Thema mehr ist. Zwei Dinge beschleunigen diesen Prozess erheblich: ein fixer Kontext (gleiches Gym, gleiche Wochentage, gleiche Uhrzeit) und minimale Reibung auf dem Weg dorthin. Genauso wichtig ist die Erkenntnis aus derselben Studie, dass eine einzelne verpasste Einheit den Gewohnheitsaufbau nicht messbar stört. Perfektion ist nicht die Voraussetzung – Rückkehr nach Unterbrechungen ist es.

Muss ich in dieser Zeit auf Restaurantbesuche und Wein verzichten?

Nein, und das ist einer der Gründe, warum viele Konzepte bei Unternehmern scheitern. Wenn dein Plan Geschäftsessen, Kundenanlässe und Ferien nicht abbildet, ist er kein Plan, sondern ein Zeitfenster bis zum Rückfall. Entscheidend ist die Wochenbilanz, nicht die einzelne Mahlzeit. Wer an fünf Tagen strukturiert isst und ausreichend Protein abdeckt, kann zwei Anlässe pro Woche flexibel gestalten, ohne das Ergebnis zu gefährden. Alkohol ist dabei der grössere Hebel als das Essen – vor allem wegen der Wirkung auf Schlafqualität und Regeneration. Der pragmatische Weg für die meisten unserer Kunden aus Horgen, Rüschlikon oder Langnau am Albis: bewusst geniessen, aber nicht an drei bis vier Abenden pro Woche.

Fazit

Der ehrliche Zeitplan sieht so aus: Nach der ersten Einheit verändert sich deine Stoffwechsellage. Nach zwei Wochen steigt deine Kraft. Nach acht bis zwölf Wochen verändert sich deine Form. Nach drei bis vier Monaten bemerken es andere. Nach sechs Monaten bist du ein anderer Mensch – körperlich und in deiner Leistungsfähigkeit.

Das Problem ist nie die Dauer. Das Problem ist die Erwartung, dass alles gleichzeitig passiert.

Wenn du weisst, welche Kennzahl in welcher Woche etwas aussagt, hörst du auf, in Woche drei eine Entscheidung zu treffen, die in Woche zwölf fällig wäre. Und genau das ist der Unterschied zwischen dem elften Anlauf und dem letzten.

Möchtest du deinen Körperfettanteil reduzieren, Muskeln aufbauen und deine Leistungsfähigkeit steigern – ohne stundenlang im Fitnessstudio zu verbringen?

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Über Progressive Sports

Progressive Sports ist ein Private Gym in Adliswil (Fabrikhof 3, 8134 Adliswil) im Zürcher Süden und hat sich auf die Betreuung von Unternehmern, Geschäftsführern, Führungskräften und Selbstständigen spezialisiert.

Unsere Coaches sind mehrfache Natural-Bodybuilding-Champions mit über 15 Jahren Erfahrung in der Betreuung von High Performern. Sie arbeiten evidenzbasiert und übersetzen wissenschaftliche Studienlage in Programme, die sich in einen vollen Geschäftskalender integrieren lassen.

Das Private Gym bietet 24-Stunden-Zugang, High-End-Equipment und eine bewusst limitierte Mitgliederzahl – kein Warten, keine Ablenkung, volle Konzentration auf dein Training. Betreut werden Kundinnen und Kunden aus der ganzen Deutschschweiz, insbesondere aus Adliswil, Zürich, Thalwil, Kilchberg, Rüschlikon, Horgen, Langnau am Albis, Zürich Enge, Zürich Wollishofen sowie aus Zug, Baar und Wollerau.

Mehr erfährst du unter www.progressivesports.ch.

Wissenschaftliche Quellen

1. Bird, S. R., & Hawley, J. A. (2017). Update on the effects of physical activity on insulin sensitivity in humans. BMJ Open Sport & Exercise Medicine, 2(1), e000143. https://doi.org/10.1136/bmjsem-2016-000143

2. Basso, J. C., & Suzuki, W. A. (2017). The Effects of Acute Exercise on Mood, Cognition, Neurophysiology, and Neurochemical Pathways: A Review. Brain Plasticity, 2(2), 127–152. https://doi.org/10.3233/BPL-160040

3. Moritani, T., & deVries, H. A. (1979). Neural factors versus hypertrophy in the time course of muscle strength gain. American Journal of Physical Medicine, 58(3), 115–130. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/453338/

4. Damas, F., Phillips, S. M., Lixandrão, M. E., Vechin, F. C., Libardi, C. A., Roschel, H., Tricoli, V., & Ugrinowitsch, C. (2016a). Early resistance training-induced increases in muscle cross-sectional area are concomitant with edema-induced muscle swelling. European Journal of Applied Physiology, 116(1), 49–56. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26280652/

5. Damas, F., Phillips, S. M., Libardi, C. A., Vechin, F. C., Lixandrão, M. E., Jannig, P. R., Costa, L. A. R., Bacurau, A. V., Snijders, T., Parise, G., Tricoli, V., Roschel, H., & Ugrinowitsch, C. (2016b). Resistance training-induced changes in integrated myofibrillar protein synthesis are related to hypertrophy only after attenuation of muscle damage. The Journal of Physiology, 594(18), 5209–5222. https://doi.org/10.1113/JP272472

6. Rhea, M. R., Alvar, B. A., Burkett, L. N., & Ball, S. D. (2003). A meta-analysis to determine the dose response for strength development. Medicine & Science in Sports & Exercise, 35(3), 456–464. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12618576/

7. Garthe, I., Raastad, T., Refsnes, P. E., Koivisto, A., & Sundgot-Borgen, J. (2011). Effect of two different weight-loss rates on body composition and strength and power-related performance in elite athletes. International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism, 21(2), 97–104. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21558571/

8. Morton, R. W., Murphy, K. T., McKellar, S. R., Schoenfeld, B. J., Henselmans, M., Helms, E., Aragon, A. A., Devries, M. C., Banfield, L., Krieger, J. W., & Phillips, S. M. (2018). A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. British Journal of Sports Medicine, 52(6), 376–384. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28698222/

9. Verheggen, R. J. H. M., Maessen, M. F. H., Green, D. J., Hermus, A. R. M. M., Hopman, M. T. E., & Thijssen, D. H. T. (2016). A systematic review and meta-analysis on the effects of exercise training versus hypocaloric diet: distinct effects on body weight and visceral adipose tissue. Obesity Reviews, 17(8), 664–690. https://doi.org/10.1111/obr.12406

10. Lally, P., van Jaarsveld, C. H. M., Potts, H. W. W., & Wardle, J. (2010). How are habits formed: Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40(6), 998–1009. https://doi.org/10.1002/ejsp.674

 
 
 

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