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10.000 Schritte am Tag: Mythos oder Muss? Wie viele Schritte du als Unternehmer laut Studien wirklich brauchst

27. Sept.
12 Min. Lesezeit
Unternehmer geht zügig am Zürichsee – 10.000 Schritte am Tag, Progressive Sports Adliswil

Es ist 21:40 Uhr. Du sitzt nach einem langen Tag voller Calls, Sitzungen und Mails auf dem Sofa. Deine Smartwatch vibriert: 3.812 Schritte. Der Ring ist nicht einmal halb geschlossen.

Kurz überlegst du, noch eine Runde um den Block zu drehen. Dann denkst du: Was bringt das schon? 10.000 schaffe ich heute sowieso nicht mehr.

Genau hier liegt der Denkfehler, den fast alle Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte machen. Die Zahl 10.000 ist kein medizinischer Grenzwert. Sie stammt aus einer Werbekampagne. Und die Forschung der letzten fünf Jahre zeigt ein Bild, das für Menschen mit vollem Kalender deutlich ermutigender ist – aber auch ein paar unbequeme Wahrheiten enthält.

In diesem Artikel erfährst du, wie viele Schritte du laut den grössten Meta-Analysen wirklich brauchst, warum das Tempo mindestens so wichtig ist wie die Menge, weshalb zwei Minuten nach dem Mittagessen mehr bewirken als ein schlechtes Gewissen am Abend – und warum Schritte dein Krafttraining niemals ersetzen.

Das Hauptproblem: Du bewegst dich weniger, als du denkst

Als High Performer fühlst du dich selten faul. Dein Tag ist voll, du bist ständig in Bewegung – gedanklich. Körperlich sieht die Bilanz anders aus: Auto, Lift, Schreibtisch, Sitzungszimmer, Auto, Restaurant, Sofa.

Viele Führungskräfte aus Zug, Baar oder Zürich Enge kommen an Bürotagen auf 3.000 bis 5.000 Schritte. An Tagen mit Geschäftsreisen oder Workshops teilweise noch weniger. Das Tückische: Du merkst es nicht, weil du müde bist. Mentale Erschöpfung fühlt sich an wie körperliche Aktivität, ist es aber nicht.

Dazu kommen drei typische Muster:

  • Alles-oder-nichts-Denken: Entweder 10.000 Schritte oder gar nichts. Also wird es meistens nichts.

  • Kompensation am Wochenende: Unter der Woche fast keine Bewegung, am Samstag eine lange Wanderung im Sihltal. Das hilft, gleicht aber lange Sitzphasen im Alltag nur teilweise aus.

  • Schritte als Abnehm-Werkzeug: Viele hoffen, mit mehr Schritten Bauchfett loszuwerden, und sind enttäuscht, wenn sich auf der Waage wenig bewegt.

Die gute Nachricht: Die Wissenschaft hat inzwischen sehr genau vermessen, wie viel Bewegung du wirklich brauchst. Und die Antwort ist für Menschen mit wenig Zeit überraschend machbar.

Die wissenschaftliche Erklärung: Was die Studien über Schritte wirklich zeigen

Woher die 10.000 überhaupt kommen

Die Zahl 10.000 geht auf einen japanischen Schrittzähler aus den 1960er-Jahren zurück, der unter dem Namen „Manpo-kei" vermarktet wurde – wörtlich „10.000-Schritte-Messer". Eine wissenschaftliche Grundlage gab es damals nicht. Darauf weisen auch die Autoren einer grossen Kohortenstudie aus Harvard hin (Lee et al., 2019).

In dieser Studie mit 18.289 Frauen (Durchschnittsalter 72 Jahre) hatten diejenigen mit rund 4.400 Schritten pro Tag ein um 41 % niedrigeres Sterberisiko als diejenigen mit rund 2.700 Schritten. Der Nutzen stieg bis etwa 7.500 Schritte und flachte danach ab.

Das heisst nicht, dass 10.000 Schritte schlecht sind. Es heisst nur: Die magische Schwelle existiert nicht.

Die Dosis-Wirkungs-Kurve: Jeder Schritt zählt – bis zu einem Punkt

Mittlerweile gibt es mehrere grosse Meta-Analysen, die zusammen Daten von Hunderttausenden Menschen auswerten. Ihre Aussagen sind bemerkenswert einheitlich:

  • Paluch et al. (2022, Lancet Public Health): 15 Kohorten, 47.471 Erwachsene. Die Gruppe mit den meisten Schritten hatte ein 40–53 % niedrigeres Sterberisiko als die Gruppe mit den wenigsten. Bei unter 60-Jährigen flachte der Nutzen bei etwa 8.000–10.000 Schritten ab, bei über 60-Jährigen bei 6.000–8.000.

  • Banach et al. (2023, European Journal of Preventive Cardiology): 17 Kohorten, 226.889 Personen. Jede zusätzliche 1.000 Schritte pro Tag war mit einem um 15 % niedrigeren Gesamtsterberisiko verbunden, jede zusätzliche 500 Schritte mit 7 % weniger kardiovaskulären Todesfällen.

  • Stens et al. (2023, Journal of the American College of Cardiology): 12 Studien mit über 110.000 Personen. Der maximale Effekt lag bei 8.763 Schritten für die Gesamtsterblichkeit (−60 %) und bei 7.126 Schritten für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (−51 %). Messbare Vorteile begannen bereits bei rund 2.500 Schritten.

  • Ding et al. (2025, Lancet Public Health): 57 Studien. Im Vergleich zu 2.000 Schritten war 7.000 mit einem um 47 % niedrigeren Sterberisiko verbunden. 10.000 Schritte brachten mit rund 48 % kaum noch zusätzlichen Nutzen. Auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Depression zeigten sich Vorteile.

Die Kernbotschaft für dich: Der grösste Gesundheitsgewinn liegt nicht zwischen 8.000 und 10.000 Schritten, sondern zwischen 2.000 und 7.000. Wer heute bei 3.500 steht, hat enorm viel zu gewinnen – mit überschaubarem Aufwand.

Wichtig zur Einordnung: Das sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen starke, konsistente Zusammenhänge, aber keinen Beweis, dass jeder einzelne Schritt ursächlich Lebensjahre schenkt. Menschen, die viel gehen, sind oft auch sonst gesünder. Die Forscher rechnen solche Faktoren heraus, so gut es geht, aber ein Rest Unsicherheit bleibt.

Tempo schlägt Menge? Warum die Schrittfrequenz zählt

Nicht jeder Schritt ist gleich. Eine Übersichtsarbeit von Tudor-Locke et al. (2018, British Journal of Sports Medicine) zeigt: Ab etwa 100 Schritten pro Minute bewegst du dich bei Erwachsenen im moderaten Intensitätsbereich, ab etwa 130 Schritten pro Minute im intensiven.

Das ist praktisch, denn du brauchst keinen Pulsgurt. Zähl 15 Sekunden lang deine Schritte und multipliziere mit vier. Liegst du über 100, gehst du zügig genug.

Die Daten zum Tempo sind nicht ganz einheitlich. In der Studie von Lee et al. (2019) und in einer US-Kohorte von Saint-Maurice et al. (2020, JAMA) mit rund 4.800 Erwachsenen spielte die Intensität keine zusätzliche Rolle, sobald die Gesamtzahl der Schritte berücksichtigt war. Dort hatten Personen mit 8.000 Schritten ein um 51 % niedrigeres Sterberisiko als Personen mit 4.000 Schritten.

Andere Daten sprechen für das Tempo: In der UK Biobank (del Pozo Cruz et al., 2022, JAMA Neurology) mit 78.430 Teilnehmenden war das Demenzrisiko bei etwa 9.800 Schritten um rund 51 % niedriger, bereits bei 3.800 Schritten um 25 % – und zügige Schritte zeigten einen zusätzlichen Effekt.

Fazit: Zuerst die Menge, dann das Tempo. Wenn du aber nur wenig Zeit hast, lohnt es sich, die vorhandenen Minuten zügig zu gehen.

Die 2-Minuten-Regel: Sitzen unterbrechen senkt deinen Blutzucker

Für Führungskräfte mit Sitzungsmarathons ist dieser Befund vielleicht der wichtigste. In einer randomisierten Crossover-Studie von Dunstan et al. (2012, Diabetes Care) sassen übergewichtige Erwachsene zwischen 45 und 65 Jahren fünf Stunden lang. In einer Bedingung standen sie alle 20 Minuten für zwei Minuten auf und gingen locker.

Das Ergebnis: Der Blutzuckeranstieg nach dem Essen war um rund 24 % niedriger, die Insulinantwort um rund 23 % – verglichen mit ununterbrochenem Sitzen. Lockeres Gehen wirkte dabei praktisch gleich gut wie zügiges.

Eine Meta-Analyse von Buffey et al. (2022, Sports Medicine) bestätigt das: Kurze Gehpausen senkten den Blutzucker nach dem Essen im Mittel um rund 17 % gegenüber durchgehendem Sitzen. Stehen allein half ebenfalls etwas, Gehen war aber klar überlegen.

Wenn du nach dem Business-Lunch den Nachmittags-Crash kennst, ist das dein einfachster Hebel.

Bewegungs-Snacks: Eine Minute Treppe statt einer Stunde Fitnessstudio?

Eine Analyse der UK Biobank von Stamatakis et al. (2022, Nature Medicine) untersuchte 25.241 Erwachsene, die angaben, in ihrer Freizeit keinen Sport zu treiben. Gemessen wurden kurze, intensive Alltagsbewegungen von ein bis zwei Minuten – etwa Treppen steigen, zum Zug eilen, schwere Einkäufe tragen. Die Forscher nennen das VILPA (vigorous intermittent lifestyle physical activity).

Wer drei bis vier solcher Mini-Einheiten pro Tag erreichte, hatte ein um 38–40 % niedrigeres Gesamtsterberisiko und ein um 48–49 % niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Todesfälle als Menschen ohne solche Einheiten.

Auch das ist eine Beobachtungsstudie. Aber sie zeigt: Intensität lässt sich in den Alltag einbauen, ohne dass du dich umziehen musst.

Unternehmerin nimmt die Treppe als Bewegungs-Snack im Büroalltag – Schritte pro Tag, Adliswil Zürich

Und was ist mit dem langen Sitzen?

Eine Meta-Analyse mit über einer Million Personen von Ekelund et al. (2016, The Lancet) zeigte: Das erhöhte Sterberisiko durch viel Sitzen verschwand bei Menschen, die täglich 60–75 Minuten moderat aktiv waren. Das ist viel, aber es zeigt die Richtung. Je mehr du sitzt, desto wichtiger werden Bewegung und Unterbrechungen.

Infografik: Wie viele Schritte pro Tag Unternehmer laut Studien brauchen – Progressive Sports Adliswil

Praxisbeispiele: Wie Unternehmer ihre Schritte in den Alltag einbauen

Die folgenden Szenarien sind typische Situationen, wie wir sie in der Betreuung von Unternehmern und Führungskräften in der ganzen Deutschschweiz immer wieder sehen. Sie sind illustrativ und nicht als Einzelfallresultate zu verstehen.

Der CEO aus Zug mit Sitzungsmarathon

Acht Sitzungen am Tag, dazwischen Mails. Seine Uhr zeigt an Bürotagen 3.000 Schritte. Statt eines abendlichen Spaziergangs, den er nie macht, setzt er auf drei Mikro-Gewohnheiten: Telefonate grundsätzlich im Gehen, nach jedem Meeting zwei Minuten durchs Stockwerk, die Treppe in den vierten Stock statt Lift.

Ergebnis nach wenigen Wochen: 6.000 bis 7.000 Schritte an normalen Bürotagen. Ohne einen einzigen zusätzlichen Termin im Kalender.

Die Treuhänderin aus Thalwil mit Blutzucker-Tief

Jeden Nachmittag gegen 15 Uhr der gleiche Einbruch. Ihr einziger neuer Baustein: zehn Minuten zügig gehen direkt nach dem Mittagessen, entlang des Sees. Auf Basis der Daten von Buffey et al. (2022) ist genau dieser Zeitpunkt – direkt nach der Mahlzeit – der wirkungsvollste für den Blutzucker.

Der Geschäftsführer aus Wollerau auf Geschäftsreise

Hotel, Flughafen, Konferenz. Er plant Schritte wie Termine: Walking-Meeting mit einem Geschäftspartner statt Kaffee in der Lobby, zu Fuss zum Abendessen, am Flughafen die Rolltreppe ignorieren. Zwei Einheiten Krafttraining pro Woche bleiben fix, ob unterwegs oder in unserem Private Gym in Adliswil.

Personal Trainer coacht Führungskraft beim Farmer's Walk im Private Gym Adliswil – Krafttraining ergänzt Schritte

Häufige Fehler beim Thema Schritte

Fehler 1: Die 10.000 als Alles-oder-nichts-Ziel

Wer 10.000 als Pflicht sieht und bei 4.000 aufgibt, verschenkt den grössten Teil des Nutzens. Die Kurve ist am Anfang am steilsten. Von 3.000 auf 6.000 bringt dir mehr als von 8.000 auf 11.000.

Fehler 2: Schritte als Ersatz für Krafttraining

Gehen schützt Herz, Gefässe und Stoffwechsel. Aber es baut keine nennenswerte Muskelmasse auf und erhält sie ab 40 nur unzureichend. Muskelabbau, Kraftverlust und sinkende Knochendichte bekämpfst du mit progressivem Krafttraining. Schritte und Krafttraining ergänzen sich – sie ersetzen sich nicht.

Fehler 3: Schritte als Hauptwerkzeug zum Abnehmen

Mehr Schritte erhöhen deinen Energieverbrauch, aber moderat. 3.000 zusätzliche Schritte entsprechen etwa einer halben Stunde Gehen. Das hilft, besonders langfristig. Körperfett reduzierst du aber vor allem über Ernährung, ausreichend Protein und Krafttraining. Wer nur auf die Schrittzahl schaut und die Ernährung ignoriert, wird enttäuscht. Hier setzt unser Ernährungscoaching an.

Fehler 4: Den ganzen Tag sitzen und abends kompensieren

Eine Stunde Bewegung am Abend ist wertvoll. Sie ändert aber nichts daran, dass dein Blutzucker nach dem Mittagessen bei durchgehendem Sitzen höher ansteigt. Unterbrechungen über den Tag verteilt haben einen eigenen Effekt.

Fehler 5: Der Uhr blind vertrauen

Fitnesstracker zählen Schritte recht zuverlässig, aber nicht perfekt. Handbewegungen beim Autofahren oder Gestikulieren im Meeting können mitgezählt werden. Nutze die Zahl als Trend, nicht als exakten Messwert. Entscheidend ist, ob dein Wochendurchschnitt steigt.

Dein konkreter Umsetzungsplan in 8 Schritten

Dieser Plan ist für Menschen gebaut, die keine zusätzliche Stunde im Kalender haben.

  • Schritt 1 – Ausgangswert messen: Trage deine Uhr oder dein Handy eine Woche lang normal und notiere den Tagesdurchschnitt. Ändere noch nichts.

  • Schritt 2 – Ziel realistisch setzen: Plane +1.500 bis +2.000 Schritte über deinem Ausgangswert. Zielkorridor langfristig: 7.000 bis 9.000 Schritte, je nach Alter.

  • Schritt 3 – Telefonate im Gehen: Jeder Call ohne Bildschirm wird zum Walking-Call. Das allein bringt vielen Führungskräften 1.500 bis 3.000 Schritte.

  • Schritt 4 – Die 2-Minuten-Regel: Stell dir einen Timer oder nutze die Meeting-Übergänge. Mindestens alle 30–45 Minuten aufstehen und zwei Minuten gehen.

  • Schritt 5 – Nach dem Essen 10 Minuten gehen: Besonders nach dem Mittagessen. Das ist der wirksamste Zeitpunkt für deinen Blutzucker.

  • Schritt 6 – Tempo einbauen: Mindestens einmal täglich 10–15 Minuten zügig gehen, über 100 Schritte pro Minute. Test: Sprechen geht noch, singen nicht mehr.

  • Schritt 7 – Drei Bewegungs-Snacks: Täglich drei kurze, intensive Einheiten von einer Minute – Treppe zügig hoch, schnell zum Zug, Einkäufe tragen.

  • Schritt 8 – Zweimal pro Woche Krafttraining: Das Fundament für Muskeln, Knochen, Stoffwechsel und Körperzusammensetzung. Schritte sind die Ergänzung, nicht der Ersatz.

Nach vier Wochen ziehst du Bilanz: Ist dein Wochendurchschnitt gestiegen? Dann erhöhe um weitere 1.000 Schritte, bis du im Zielkorridor bist.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Schritten pro Tag

Wie viele Schritte am Tag sind wirklich gesund?

Die grössten Meta-Analysen zeigen: Messbare Vorteile beginnen bereits bei rund 2.500 bis 4.000 Schritten pro Tag. Der grösste Teil des Nutzens ist bei etwa 7.000 bis 9.000 Schritten erreicht. In der Meta-Analyse von Ding et al. (2025) war das Sterberisiko bei 7.000 Schritten um 47 % niedriger als bei 2.000, bei 10.000 Schritten mit 48 % nur minimal niedriger. Für unter 60-Jährige zeigten Paluch et al. (2022) einen Plateaueffekt bei etwa 8.000 bis 10.000 Schritten, für über 60-Jährige bei 6.000 bis 8.000. Für dich als Unternehmer heisst das: Setze dir 7.000 bis 9.000 als realistisches Ziel. Wenn du heute deutlich darunter liegst, zählt jeder zusätzliche Tausender. Mehr als 10.000 Schritte schaden nicht, aber der zusätzliche Gesundheitsgewinn wird klein.

Sind 10.000 Schritte am Tag ein Mythos?

Teilweise ja. Die Zahl stammt aus einer japanischen Marketingkampagne der 1960er-Jahre für einen Schrittzähler, nicht aus der Forschung. Heute wissen wir, dass es keine magische Schwelle bei 10.000 gibt. Der Nutzen steigt kontinuierlich an und flacht bei den meisten Erwachsenen irgendwo zwischen 7.000 und 10.000 ab. Trotzdem ist 10.000 kein schlechtes Ziel, wenn du es schaffst. Es ist einfach nicht notwendig, um den Grossteil der gesundheitlichen Vorteile zu erhalten. Gefährlich wird die Zahl nur, wenn sie dich demotiviert, weil du sie an vollen Tagen nie erreichst. Dann ist ein realistischeres Ziel die bessere Wahl.

Kann ich mit Schritten abnehmen?

Ja, aber mit realistischen Erwartungen. Mehr Schritte erhöhen deinen täglichen Energieverbrauch und helfen, ein Kaloriendefizit leichter einzuhalten. Sie verbessern ausserdem deinen Blutzucker nach dem Essen, was Heisshunger reduzieren kann. Allerdings ist der Kalorienverbrauch pro Schritt moderat. Wer abnehmen und gleichzeitig Muskeln erhalten will, braucht drei Säulen: ein moderates Kaloriendefizit, ausreichend Protein und Krafttraining. Schritte sind der vierte, unterstützende Baustein. In unserem Private Gym in Adliswil kombinieren wir deshalb Krafttraining, Ernährungscoaching und alltagstaugliche Bewegungsziele. Wer nur auf Schritte setzt, verliert beim Abnehmen oft auch Muskulatur, und genau das macht den Jojo-Effekt wahrscheinlicher.

Ist zügiges Gehen besser als langsames?

Die Studienlage ist nicht ganz eindeutig. In einigen grossen Kohorten spielte das Tempo keine zusätzliche Rolle mehr, sobald die Gesamtzahl der Schritte berücksichtigt war (Lee et al., 2019; Saint-Maurice et al., 2020). In anderen Analysen, etwa zum Demenzrisiko in der UK Biobank, zeigte zügiges Gehen einen zusätzlichen Effekt (del Pozo Cruz et al., 2022). Unsere praktische Empfehlung: Erst die Menge steigern, dann gezielt Tempo einbauen. Ab etwa 100 Schritten pro Minute bist du im moderaten Bereich (Tudor-Locke et al., 2018). Gerade wenn du wenig Zeit hast, holst du mit zügigem Gehen mehr aus den vorhandenen Minuten heraus. Und für den Blutzucker nach dem Essen reicht bereits lockeres Gehen.

Reichen Schritte statt Fitnessstudio?

Nein. Schritte sind hervorragend für Herz, Kreislauf, Blutzucker und Wohlbefinden. Sie ersetzen aber kein Krafttraining. Ab etwa 40 verlierst du ohne gezielten Reiz jedes Jahr Muskelmasse und Kraft. Das beeinflusst deinen Stoffwechsel, deine Körperhaltung, deine Knochen und deine Leistungsfähigkeit im Alter. Gehen setzt dafür keinen ausreichenden Reiz. Die sinnvollste Kombination für Unternehmer mit wenig Zeit: zwei bis drei effiziente Krafteinheiten pro Woche von 45 bis 60 Minuten plus 7.000 bis 9.000 Schritte im Alltag. Mit professionellem Personal Training stellst du sicher, dass jede Minute im Gym zählt.

Zählen Treppensteigen und Velofahren auch?

Treppensteigen zählt nicht nur, es ist sogar besonders wertvoll, weil es die Intensität erhöht. Genau solche kurzen, intensiven Alltagsbewegungen waren in der Studie von Stamatakis et al. (2022) mit einem deutlich niedrigeren Sterberisiko verbunden. Velofahren wird von den meisten Uhren nicht als Schritte gezählt, ist aber natürlich gesundheitlich wertvoll. Wenn du regelmässig mit dem Velo zur Arbeit fährst, etwa von Kilchberg nach Zürich Wollishofen, kannst du dein Schrittziel entsprechend tiefer ansetzen. Entscheidend ist die gesamte Bewegungszeit über den Tag, nicht die exakte Zahl auf dem Display.

Fazit: Nicht 10.000, sondern jeden Tag etwas mehr

Die 10.000 Schritte sind ein Marketingprodukt, keine medizinische Grenze. Die Forschung zeigt: Der grösste Gesundheitsgewinn liegt zwischen 2.000 und 7.000 Schritten. Mit 7.000 bis 9.000 Schritten holst du dir den Grossteil der Vorteile – für Herz, Stoffwechsel, Gehirn und Lebenserwartung.

Für dich als Unternehmer oder Führungskraft ist das eine gute Nachricht. Du brauchst keine zusätzliche Stunde im Kalender. Du brauchst Walking-Calls, zwei Minuten Bewegung zwischen Meetings, zehn Minuten nach dem Mittagessen und die Treppe statt des Lifts.

Aber: Schritte sind die Basis, nicht das Ziel. Körperfett reduzieren, Muskeln aufbauen und deine Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten schaffst du nur mit gezieltem Krafttraining und der richtigen Ernährung. Genau dort unterstützen wir dich.

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Über Progressive Sports

Progressive Sports ist ein Private Gym in Adliswil (Fabrikhof 3, 8134 Adliswil) im Süden von Zürich. Unsere Coaches sind mehrfache Natural-Bodybuilding-Champions mit über 15 Jahren Erfahrung in Krafttraining, Körperfettreduktion und Ernährung.

Wir haben uns auf Unternehmer, Geschäftsführer, Selbstständige und Führungskräfte spezialisiert, die mit wenig Zeit maximale Resultate erzielen wollen. Mit 24-Stunden-Zugang, limitierter Mitgliederzahl, High-End-Equipment und individuellem Executive Coaching betreuen wir Kundinnen und Kunden aus der ganzen Deutschschweiz – von Zürich, Rüschlikon, Kilchberg, Thalwil, Horgen und Langnau am Albis bis Zug, Baar und Wollerau.

Wissenschaftliche Quellen

  • Paluch AE et al. (2022). Daily steps and all-cause mortality: a meta-analysis of 15 international cohorts. The Lancet Public Health, 7(3), e219–e228. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(21)00302-9

  • Banach M et al. (2023). The association between daily step count and all-cause and cardiovascular mortality: a meta-analysis. European Journal of Preventive Cardiology, 30(18), 1975–1985. https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwad229

  • Stens NA et al. (2023). Relationship of Daily Step Counts to All-Cause Mortality and Cardiovascular Events. Journal of the American College of Cardiology, 82(15), 1483–1494. https://doi.org/10.1016/j.jacc.2023.07.029

  • Ding D et al. (2025). Daily steps and health outcomes in adults: a systematic review and dose-response meta-analysis. The Lancet Public Health. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(25)00164-1

  • Lee IM et al. (2019). Association of Step Volume and Intensity With All-Cause Mortality in Older Women. JAMA Internal Medicine, 179(8), 1105–1112. https://doi.org/10.1001/jamainternmed.2019.0899

  • Saint-Maurice PF et al. (2020). Association of Daily Step Count and Step Intensity With Mortality Among US Adults. JAMA, 323(12), 1151–1160. https://doi.org/10.1001/jama.2020.1382

  • Tudor-Locke C et al. (2018). How fast is fast enough? Walking cadence (steps/min) as a practical estimate of intensity in adults: a narrative review. British Journal of Sports Medicine, 52(12), 776–788. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6029645

  • del Pozo Cruz B et al. (2022). Association of Daily Step Count and Intensity With Incident Dementia in 78,430 Adults Living in the UK. JAMA Neurology, 79(10), 1059–1063. https://doi.org/10.1001/jamaneurol.2022.2672

  • Dunstan DW et al. (2012). Breaking Up Prolonged Sitting Reduces Postprandial Glucose and Insulin Responses. Diabetes Care, 35(5), 976–983. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3329818

  • Buffey AJ et al. (2022). The Acute Effects of Interrupting Prolonged Sitting Time in Adults with Standing and Light-Intensity Walking on Biomarkers of Cardiometabolic Health in Adults: A Systematic Review and Meta-analysis. Sports Medicine, 52(8), 1765–1787. https://doi.org/10.1007/s40279-022-01649-4

  • Stamatakis E et al. (2022). Association of wearable device-measured vigorous intermittent lifestyle physical activity with mortality. Nature Medicine, 28(12), 2521–2529. https://doi.org/10.1038/s41591-022-02100-x

  • Ekelund U et al. (2016). Does physical activity attenuate, or even eliminate, the detrimental association of sitting time with mortality? A harmonised meta-analysis of data from more than 1 million men and women. The Lancet, 388(10051), 1302–1310. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(16)30370-1

 
 
 

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