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Frühstück weglassen? Warum die „wichtigste Mahlzeit des Tages" ein Mythos ist – und was Studien für Unternehmer wirklich zeigen

vor 5 Tagen
12 Min. Lesezeit
Unternehmer beim Frühstück in Zürich – Frühstück weglassen oder nicht

Es ist 6:40 Uhr. Der erste Call beginnt um 7:30, die Kinder sind noch nicht aus dem Haus, und dein Kopf ist schon im Tagesgeschäft. Frühstück? Entweder du schlingst irgendetwas herunter, oder du lässt es ganz weg und trinkst nur einen Kaffee.

Und dann meldet sich dieses schlechte Gewissen: „Frühstück ist doch die wichtigste Mahlzeit des Tages."

Diesen Satz kennst du seit deiner Kindheit. Gleichzeitig predigen dir Podcasts und LinkedIn-Posts das Gegenteil: Intervallfasten, Frühstück streichen, „Fettverbrennung am Morgen".

Was stimmt? Wir haben die Studienlage für dich aufgearbeitet – mit dem Fokus auf Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die wenig Zeit und viel Verantwortung haben. Das Ergebnis ist überraschender, als dir beide Lager weismachen wollen.

Das Hauptproblem: Zwei Lager, zwei Dogmen – und du dazwischen

Die Frühstücksdebatte ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer Beobachtung ein Glaubenssatz wird.

Das erste Dogma lautet: Wer frühstückt, ist schlanker, gesünder und leistungsfähiger. Das stützt sich vor allem auf Beobachtungsstudien, in denen Frühstücker im Schnitt tatsächlich besser abschneiden.

Das zweite Dogma lautet: Wer das Frühstück streicht, verbrennt mehr Fett und nimmt automatisch ab. Das stützt sich auf Intervallfasten-Hype und auf die einfache Rechnung „weniger Mahlzeiten, weniger Kalorien".

Beide Dogmen haben denselben Fehler: Sie behandeln das Frühstück wie einen Schalter, der für alle Menschen gleich funktioniert. In der Praxis bei Progressive Sports in Adliswil sehen wir das Gegenteil. Zwei Unternehmer mit demselben Ziel – Körperfett reduzieren, Energie steigern – brauchen manchmal komplett unterschiedliche Morgenroutinen.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht „Frühstück: ja oder nein?", sondern: Was passiert in kontrollierten Studien, wenn Menschen das Frühstück tatsächlich zufällig zugeteilt bekommen? Genau das schauen wir uns jetzt an.

Frühstückstisch im Hotel einer Führungskraft auf Geschäftsreise – Progressive Sports Adliswil

Wissenschaftliche Erklärung: Was die Studien wirklich zeigen

Um Ursache und Wirkung zu trennen, brauchen wir randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) und deren Zusammenfassung in Meta-Analysen. Beobachtungsstudien allein können nicht klären, ob das Frühstück die Gesundheit verbessert oder ob gesundheitsbewusste Menschen einfach häufiger frühstücken.

Frühstück und Körpergewicht: Kein Abnehm-Vorteil

Die wichtigste Arbeit stammt von Sievert und Kollegen (2019, BMJ). Sie fassten 13 randomisierte Studien aus Hochlohnländern zusammen. Sieben untersuchten das Körpergewicht, zehn die Energiezufuhr.

Das Ergebnis: Wer frühstückte, wog im Durchschnitt 0,44 kg mehr als die Gruppe, die das Frühstück wegliess (95-%-Konfidenzintervall 0,07 bis 0,82 kg). Die Frühstücksgruppe nahm ausserdem rund 260 kcal pro Tag mehr zu sich.

Die Autoren warnen selbst vor Überinterpretation: Die Studien waren kurz (im Mittel sieben Wochen beim Gewicht) und von eher niedriger Qualität. Ihr Fazit: Frühstück ist als Abnehm-Strategie wahrscheinlich keine gute Idee, und bei der Empfehlung an Erwachsene ist Vorsicht geboten, weil es sogar den gegenteiligen Effekt haben könnte.

Eine zweite Meta-Analyse kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Bonnet und Kollegen (2020, Obesity) werteten sieben RCTs mit 425 Teilnehmenden aus. Wer das Frühstück wegliess, verlor im Schnitt 0,54 kg mehr Gewicht. Beim Körperfettanteil gab es keinen signifikanten Unterschied.

Merke dir: Beide Effekte sind klein. Das Frühstück weglassen ist kein Fettverbrennungs-Wundermittel, aber auch das Frühstück selbst ist kein Schutzschild gegen Übergewicht.

Die grosse Einzelstudie: 309 Menschen, 16 Wochen

Besonders aufschlussreich ist die Studie von Dhurandhar und Kollegen (2014, American Journal of Clinical Nutrition). 309 übergewichtige Erwachsene wurden zufällig drei Gruppen zugeteilt: Frühstück essen, Frühstück weglassen oder keine Empfehlung (Kontrolle).

Nach 16 Wochen gab es keinen signifikanten Unterschied im Gewichtsverlust. Es spielte auch keine Rolle, ob die Teilnehmenden vorher Frühstücker oder Frühstücksverweigerer waren. Die Gewichtsveränderungen lagen in allen Gruppen im Bereich von rund 0,5 bis 0,8 kg.

Die Botschaft: Wer von einem Tag auf den anderen sein Frühstücksverhalten ändert, ohne den Rest der Ernährung anzupassen, bewegt die Waage kaum.

Kompensation: Was dein Körper am Nachmittag macht

Warum bringt das Weglassen des Frühstücks nicht mehr? Ein Teil der Antwort ist Kompensation.

In einer Crossover-Studie mit zehn Männern (Clayton 2015) assen die Teilnehmenden nach ausgelassenem Frühstück zum Mittagessen rund 199 kcal mehr. Über 24 Stunden lag die Energiezufuhr mit Frühstück aber um 19 % höher. Die Kompensation war also nur teilweise.

Bei übergewichtigen Erwachsenen sah es sogar noch günstiger aus: In der Studie von Chowdhury und Kollegen (2015, International Journal of Obesity) assen 24 Teilnehmende nach dem Fasten bis Mittag nicht mehr zum Lunch als nach einem Frühstück. Die Gesamtzufuhr lag am Ende um rund 470 kcal tiefer, ohne dass der Appetit am Nachmittag stieg.

Das erklärt, warum für manche Menschen das Weglassen des Frühstücks tatsächlich ein praktisches Werkzeug ist, um ein Kaloriendefizit zu erreichen. Für andere funktioniert es nicht, weil sie später am Tag zum Ausgleich deutlich mehr essen.

Bewegung und Blutzucker: Der verborgene Preis des Fastens

Die interessanteste Studie zur Wirkung auf den Alltag ist das Bath Breakfast Project (Betts 2014, American Journal of Clinical Nutrition). 33 schlanke Erwachsene wurden sechs Wochen lang entweder zum Frühstück (mindestens 700 kcal vor 11 Uhr) oder zum Fasten bis 12 Uhr eingeteilt.

Die Ergebnisse widersprechen beiden Lagern:

  • Der Ruhestoffwechsel blieb stabil, es gab also keinen Stoffwechsel-Boost durch das Frühstück.

  • Körpergewicht und Körperfett unterschieden sich nach sechs Wochen nicht.

  • Die Frühstücksgruppe bewegte sich im Alltag deutlich mehr (die spontane Aktivität lag im Schnitt rund 442 kcal pro Tag höher, bei allerdings grosser Streuung).

  • Der Blutzucker schwankte am Nachmittag und Abend bei den Fastenden stärker.

Für dich als Führungskraft ist der letzte Punkt relevant: Stabilere Glukosewerte am Nachmittag sind genau das, was du bei wichtigen Meetings um 15 Uhr willst. Wie ein Nachmittagstief entsteht, haben wir schon in einem eigenen Artikel erklärt.

Evidenz-Infografik Frühstück: Kernzahlen aus Sievert 2019, Dhurandhar 2014, Clayton 2015, Cahill 2013 – Progressive Sports Adliswil

Herz-Kreislauf und Diabetes: Warum die Beobachtungsdaten trotzdem Gewicht haben

Und trotzdem gibt es Daten, die für das Frühstück sprechen. Eine Meta-Analyse von Bi und Kollegen (2015, Public Health Nutrition) fasste acht Studien mit über 106'000 Teilnehmenden zusammen. Wer das Frühstück regelmässig ausliess, hatte ein um 21 % höheres Risiko für Typ-2-Diabetes (relatives Risiko 1,21).

In der Health Professionals Follow-up Study (Cahill 2013, Circulation) hatten Männer, die das Frühstück ausliessen, ein um 27 % höheres Risiko für eine koronare Herzkrankheit. Wer spätabends ass, hatte sogar ein um 55 % höheres Risiko.

Der entscheidende Vorbehalt: Das sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen. In solchen Daten unterscheiden sich Frühstücksverweigerer oft auch in anderen Gewohnheiten, etwa bei Schlaf, Stress und Regelmässigkeit des Essens. Die Autoren der Herzstudie selbst nennen Körpergewicht, Bluthochdruck, Cholesterin und Diabetes als vermittelnde Faktoren.

Ehrlich eingeordnet heisst das: Die Daten sprechen nicht dafür, dass das Frühstück selbst der Schutzfaktor ist, aber ein unregelmässiger, chaotischer Essrhythmus ist ein Marker für einen Lebensstil mit höherem Risiko. Für Unternehmer, die ohnehin schon Stress und Schlafdefizit mitbringen, ist das ein Warnsignal.

Kopf und Leistung: Ein kleiner, aber realer Vorteil

Eine Übersichtsarbeit von Galioto und Spitznagel (2016, Advances in Nutrition) wertete 38 Studien zur Wirkung des Frühstücks auf die Kognition aus. Gesunde Erwachsene zeigten einen kleinen, aber robusten Vorteil beim Gedächtnis, vor allem beim verzögerten Abruf. Bei Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen waren die Ergebnisse uneinheitlich.

Das heisst: Wer ohne Frühstück gut funktioniert, hat nichts zu befürchten. Wer morgens aber merkt, dass er ohne Essen fahrig wird, darf diesem Gefühl vertrauen.

Training: Nüchtern oder nicht?

Viele Führungskräfte trainieren früh am Morgen, in Baar, Zug oder Zürich Enge, bevor der Tag losgeht. Dann stellt sich die Frage: Nüchtern trainieren, um mehr Fett zu verbrennen?

Schoenfeld und Kollegen (2014, JISSN) liessen 20 junge Frauen vier Wochen lang dreimal pro Woche eine Stunde Ausdauertraining absolvieren, entweder nüchtern oder nach einer Mahlzeit, bei gleichem Kaloriendefizit. Beide Gruppen verloren Gewicht und Fett, ohne Unterschied zwischen den Gruppen.

Eine Meta-Analyse von Aird und Kollegen (2018, Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports) mit 46 Studien zeigt zwei Dinge. Essen vor dem Training verbessert die Leistung bei längeren Ausdauereinheiten, nicht aber bei kürzeren. Nüchternes Training erhöht die freien Fettsäuren nach dem Training, ein belastbarer Vorteil für die Körperzusammensetzung ist daraus aber nicht belegt.

Für Krafttraining gilt aus unserer Praxis dasselbe: Wenn du nüchtern gut trainieren kannst, ist das in Ordnung. Wenn deine Leistung leidet, hilft eine kleine Mahlzeit. Und wenn du Muskeln aufbauen willst, zählt vor allem die Tagesmenge an Protein. Schoenfeld und Aragon (2018, JISSN) diskutieren, dass die oft zitierte Grenze von 20 bis 30 Gramm pro Mahlzeit kein harter Deckel ist. Mehr dazu findest du in unserem Protein-Artikel.

Praxisbeispiele: Drei Unternehmer, drei Morgenroutinen

Die folgenden Szenarien sind illustrativ und basieren auf typischen Mustern aus unserer Coaching-Praxis, nicht auf einzelnen Kundenzahlen.

Der Pendler aus Thalwil. Er verlässt das Haus um 6:15 Uhr, frühstückt nie, trinkt unterwegs zwei Kaffee und isst um 11 Uhr ein Gipfeli. Abends hat er Heisshunger und isst sehr spät. Sein Problem ist nicht das fehlende Frühstück, sondern der Kompensationseffekt am Abend. Lösung: Eine proteinreiche Mahlzeit am Vormittag um 9:30 Uhr stabilisiert Appetit und Konzentration, die Abendmahlzeit wird kleiner.

Die Geschäftsführerin aus Rüschlikon. Sie frühstückt ausgiebig mit Familie, trainiert aber nicht und sitzt neun Stunden. Ihr Frühstück ist reichlich, die Bewegung fehlt. Hier lohnt es sich nicht, am Frühstück zu schrauben, sondern an NEAT und Krafttraining. Ihr Frühstück darf bleiben, aber sie tauscht Weissbrot und Konfitüre gegen Eier, Quark und Haferflocken.

Der Selbstständige aus Wollerau. Er trainiert um 6 Uhr in unserem Private Gym und hat sich Intervallfasten angewöhnt. Er merkt, dass er gegen 15 Uhr einbricht und sein Training schwächer wird. Lösung: Statt das Fasten zu verteidigen, verschiebt er die erste Mahlzeit vor das Training. Seine Leistung steigt, ohne dass sich sein Gewicht negativ verändert.

Häufige Fehler beim Thema Frühstück

Diese Fehler sehen wir bei Führungskräften aus Horgen, Kilchberg, Langnau am Albis und Zürich Wollishofen immer wieder:

  • Frühstück streichen, ohne Ersatz zu planen. Wer ab 10 Uhr hungrig ist und dann zum Zucker im Meeting-Raum greift, hat nichts gewonnen.

  • Das „gesunde" Süssfrühstück. Müesli mit Zucker, Fruchtjoghurt und Orangensaft liefern viel Energie, aber wenig Sättigung und kaum Protein.

  • Frühstück als Pflicht für alle. Wenn du morgens keinen Hunger hast, musst du dich nicht zum Essen zwingen.

  • Fasten als Dauerlösung für alle. Wenn Leistung, Schlaf oder Training leiden, ist die Strategie nicht richtig für dich.

  • Zu wenig Protein am ersten Essen. Die erste Mahlzeit entscheidet oft über den Appetit am Nachmittag.

  • Spätes Abendessen als Folge. Wer tagsüber zu wenig isst, kompensiert abends. Das ist laut Beobachtungsdaten kein guter Rhythmus.

  • Alles auf einmal ändern. Frühstück, Training und Schlaf gleichzeitig umzustellen, überfordert jeden Terminkalender.

Personal Coach und Geschäftsführerin im Private Gym Adliswil besprechen Ernährung

Konkreter Umsetzungsplan: In sieben Schritten zu deiner Morgenroutine

Wir empfehlen dir kein Dogma, sondern einen kurzen Test, den du über zwei Wochen selbst durchführst.

  • Schritt 1: Ausgangslage notieren. Halte drei Tage lang fest, wann du isst, wann dein Hunger kommt und wann dein Energietief liegt.

  • Schritt 2: Hungersignal ernst nehmen. Hast du morgens echten Hunger, iss. Hast du keinen, zwinge dich nicht.

  • Schritt 3: Protein zuerst. Wähle für die erste Mahlzeit des Tages 30 bis 40 g Protein, zum Beispiel Eier, Quark, Skyr oder ein Proteinshake. Das stabilisiert den Appetit.

  • Schritt 4: Variante A testen (Frühstück). Eine Woche lang isst du innerhalb von zwei Stunden nach dem Aufstehen eine proteinreiche Mahlzeit.

  • Schritt 5: Variante B testen (später erste Mahlzeit). Eine Woche lang wartest du bis 11 oder 12 Uhr, aber nur, wenn du nicht in Heisshunger fällst.

  • Schritt 6: Vergleichen. Bewerte Energie, Konzentration um 15 Uhr, Abendhunger und Trainingsqualität. Wähle die Variante, die du ohne Willenskraft durchhältst.

  • Schritt 7: Training anpassen. Trainierst du früh und fühlst dich schwach, iss vorher eine kleine Portion (Banane, Joghurt). Dein Krafttraining soll nicht unter deiner Strategie leiden.

Die beste Strategie ist die, die du über Monate durchhältst. Genau dafür begleiten wir dich im Personal Training und im Ernährungscoaching.

FAQ: Häufige Fragen zum Frühstück

Ist Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Nein, diese Aussage ist wissenschaftlich nicht haltbar. Sie stammt aus Beobachtungsstudien und aus der Werbung der Frühstücksindustrie. In randomisierten Studien gibt es keinen Nachweis, dass das Frühstück einen einzigartigen Gesundheitsvorteil bringt.

Die Meta-Analyse von Sievert und Kollegen (2019) zeigt sogar einen minimalen Gewichtsvorteil für Menschen, die das Frühstück weglassen. Wichtig ist deine Gesamternährung über den Tag, nicht der Zeitpunkt der ersten Mahlzeit.

Es gibt aber individuelle Gründe, zu frühstücken: stabilere Energie am Nachmittag, bessere Trainingsleistung oder einfach, weil du Hunger hast. Dann ist das Frühstück ein sinnvolles Werkzeug, aber kein Muss.

Kann ich abnehmen, wenn ich das Frühstück weglasse?

Ja, aber nicht automatisch. In der 16-Wochen-Studie von Dhurandhar (2014) mit 309 Teilnehmenden gab es keinen signifikanten Unterschied im Gewichtsverlust zwischen Frühstücken und Weglassen.

Das Weglassen funktioniert, wenn du die gesparten Kalorien nicht am Abend zurückholst. Die Studie von Clayton (2015) zeigt, dass Menschen nach ausgelassenem Frühstück zum Mittagessen mehr assen, die Gesamtbilanz aber trotzdem tiefer lag. Entscheidend ist dein persönliches Verhalten.

Wenn du abends dazu neigst, deutlich mehr zu essen, ist ein proteinreiches Frühstück oft die bessere Lösung. Messe deinen Fortschritt über Körperfett und Umfänge, nicht nur über die Waage.

Ist das Weglassen des Frühstücks schlecht für mein Herz?

Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang: Cahill (2013) fand bei Männern, die das Frühstück ausliessen, ein um 27 % höheres Risiko für eine koronare Herzkrankheit. Bi (2015) fand ein um 21 % höheres Diabetes-Risiko.

Diese Studien beweisen aber keine Ursache. Frühstücksverweigerer unterscheiden sich oft auch in anderen Lebensstilfaktoren. In der Meta-Analyse von Bonnet (2020) mit randomisierten Studien stieg bei Frühstücksverweigerern nur das LDL-Cholesterin leicht an (rund 9 mg/dl), die übrigen Marker wie Blutdruck und Blutzucker blieben unverändert.

Wenn du ohne Frühstück lebst, achte auf deine Blutwerte und auf einen regelmässigen Rhythmus. Spätes Essen am Abend ist in den Daten der problematischere Faktor.

Soll ich nüchtern trainieren, um mehr Fett zu verbrennen?

Es gibt dafür keinen belastbaren Beleg. Schoenfeld (2014) zeigte, dass der Fettverlust bei nüchternem und nicht nüchternem Ausdauertraining gleich war, wenn das Kaloriendefizit identisch blieb.

Aird (2018) fand in 46 Studien, dass Essen vor dem Training die Leistung bei längeren Einheiten verbessert. Wer hart trainiert, profitiert also eher von einer kleinen Mahlzeit.

Für dein Training in Adliswil oder Zürich Süd gilt: Wenn du nüchtern gut trainierst, bleibe dabei. Fühlst du dich schwach oder schwindelig, iss vorher etwa 20 bis 30 g Kohlenhydrate und etwas Protein, zum Beispiel Joghurt mit Banane. Die Trainingsqualität ist wichtiger als das Fasten.

Was ist ein gutes Frühstück für Unternehmer?

Ein gutes Frühstück ist proteinreich, sättigend und in fünf Minuten machbar. Das Ziel sind 30 bis 40 g Protein. Praktische Beispiele sind Eier mit Gemüse, Quark oder Skyr mit Beeren und Nüssen, oder ein Proteinshake mit Haferflocken.

Vermeide Zucker-Frühstücke wie Gipfeli mit Konfitüre, gesüsstes Müesli oder Orangensaft allein. Sie liefern schnell Energie, lassen dich aber spätestens um 10 Uhr wieder hungrig werden.

Bei Geschäftsreisen reicht oft schon das Hotelbuffet: Eier, Naturjoghurt, Früchte, Käse. Du brauchst keine Perfektion, sondern eine Struktur, die du auch bei vollem Kalender einhältst.

Wann sollte ich das Frühstück besser nicht weglassen?

Es gibt Situationen, in denen wir davon abraten. Wenn du am Nachmittag regelmässig einbrichst, wenn du abends Heisshunger bekommst, wenn du früh am Morgen schwer trainierst oder wenn du Muskeln aufbauen und genug Protein erreichen willst, ist eine frühere erste Mahlzeit meist hilfreich.

Bei Diabetes, Schwangerschaft, Essstörungen in der Vorgeschichte oder bestimmten Medikamenten solltest du Änderungen am Essrhythmus nur mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung.

Fazit: Hör auf zu streiten, fang an zu testen

Frühstück ist weder die wichtigste Mahlzeit des Tages noch ein Gesundheitsrisiko. Die besten Studien zeigen, dass es für das Körpergewicht kaum einen Unterschied macht, ob du frühstückst oder nicht. Die kleinen Vorteile liegen woanders: stabilerer Blutzucker am Nachmittag, besseres Gedächtnis, bessere Leistung in manchen Trainings.

Die Beobachtungsdaten zu Herz und Diabetes sind ein Hinweis darauf, dass ein chaotischer Essrhythmus ein Risikomarker ist, kein Beweis dafür, dass Frühstück schützt.

Für dich als Unternehmer heisst das: Teste zwei Wochen lang beide Varianten, beobachte Energie, Konzentration und Abendhunger, und wähle die Routine, die zu deinem Alltag passt. Proteinreich, regelmässig, ohne Zucker-Crash. Das ist weniger spektakulär als jedes Dogma, aber es funktioniert.

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Über Progressive Sports

Progressive Sports ist ein Private Gym in Adliswil (Fabrikhof 3, 8134 Adliswil) im Süden von Zürich. Wir sind spezialisiert auf Personal Training und Executive Coaching für Unternehmer, Geschäftsführer, Selbstständige und Führungskräfte, die Körperfett reduzieren, Muskeln aufbauen und ihre Energie und Performance steigern wollen.

Unsere Coaches sind mehrfache Natural-Bodybuilding-Champions mit über 15 Jahren Erfahrung. Wir betreuen Mitglieder aus der ganzen Deutschschweiz, darunter aus Zürich, Zug, Baar, Wollerau, Rüschlikon, Kilchberg, Thalwil, Horgen und Langnau am Albis. Du trainierst in einem diskreten Umfeld mit High-End-Equipment, hast 24 Stunden Zugang und profitierst von einer limitierten Mitgliederzahl.

Mehr zu unserem Ansatz findest du auf www.progressivesports.ch.

Wissenschaftliche Quellen

  • Sievert K, et al. (2019). Effect of breakfast on weight and energy intake: systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ. https://doi.org/10.1136/bmj.l42

  • Bonnet JP, et al. (2020). Breakfast Skipping, Body Composition, and Cardiometabolic Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Trials. Obesity. https://doi.org/10.1002/oby.22791

  • Dhurandhar EJ, et al. (2014). The effectiveness of breakfast recommendations on weight loss: a randomized controlled trial. American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.3945/ajcn.114.089573

  • Betts JA, et al. (2014). The causal role of breakfast in energy balance and health: a randomized controlled trial in lean adults. American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.3945/ajcn.114.083402

  • Chowdhury EA, et al. (2015). Effect of extended morning fasting upon ad libitum lunch intake and associated metabolic and hormonal responses in obese adults. International Journal of Obesity. https://doi.org/10.1038/ijo.2015.154

  • Clayton DJ, et al. (2015). Effect of Breakfast Omission on Energy Intake and Evening Exercise Performance. Medicine & Science in Sports & Exercise. https://doi.org/10.1249/mss.0000000000000702

  • Bi H, et al. (2015). Breakfast skipping and the risk of type 2 diabetes: a meta-analysis of observational studies. Public Health Nutrition. https://doi.org/10.1017/S1368980015000257

  • Cahill LE, et al. (2013). Prospective Study of Breakfast Eating and Incident Coronary Heart Disease in a Cohort of Male US Health Professionals. Circulation. https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.113.001474

  • Galioto R, Spitznagel MB (2016). The Effects of Breakfast and Breakfast Composition on Cognition in Adults. Advances in Nutrition. https://doi.org/10.3945/an.115.010231

  • Schoenfeld BJ, et al. (2014). Body composition changes associated with fasted versus non-fasted aerobic exercise. Journal of the International Society of Sports Nutrition. https://doi.org/10.1186/s12970-014-0054-7

  • Aird TP, et al. (2018). Effects of fasted vs fed-state exercise on performance and post-exercise metabolism: A systematic review and meta-analysis. Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports. https://doi.org/10.1111/sms.13054

  • Schoenfeld BJ, Aragon AA (2018). How much protein can the body use in a single meal for muscle-building? Implications for daily protein distribution. Journal of the International Society of Sports Nutrition. https://doi.org/10.1186/s12970-018-0215-1

 
 
 

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